Wenn schwarz-gelbe Träume wahr werden

Heute um 14.30 Uhr darf sich Danny Kotyrba wie ein Bundesliga-Profi fühlen und in den Signal Iduna Park einlaufen.
Heute um 14.30 Uhr darf sich Danny Kotyrba wie ein Bundesliga-Profi fühlen und in den Signal Iduna Park einlaufen.
Foto: imago sportfotodienst
Was wir bereits wissen
BVB-Fan Danny Kotyrba darf heute im Rahmen der Saisoneröffnung von Borussia Dortmund gegen seine Idole spielen. Für den Kicker des SC Velbert wird es der krönende Abschluss seiner Laufbahn

Velbert.. Solche Geschichten schreibt nur der Sport. Danny Kotyrba, eingefleischter BVB-Fan, darf gegen seine großen Idole kicken. Und das vor rund 50.000 Zuschauern im Signal Iduna Park. Für den Mittelfeldspieler des SC Velbert wird es der krönende Abschluss seiner fußballerischen Laufbahn.

„Die sind alle super drauf. Neben mir steht gerade Sven Hannawald. Heiner Brand läuft auch gerade vorbei“, beschrieb Danny Kotyrba die Eindrücke nach dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag. Heute darf der 27-jährige Steuerfachwirt im Rahmen der Saisoneröffnung der Borussen im Signal Iduna Park auflaufen.

Dass Kotyrba im „Team Gold“ mit Olympiasiegern wie Jonas Reckermann (Beachvolleyball) oder Silvio Heinevetter (Torwart der deutschen Handball-Nationalmannschaft) auf dem Rasen des größten Fußballtempels der Republik stehen darf, ist seiner Meinung nach eine Mischung aus „Glück und ein wenig Schicksal“.

3000 Mitbewerber ausgestochen

Eigentlich kickt der Wülfrather für den SC Velbert in der Landesliga. Als glühender Anhänger der Schwarz-Gelben bewarb er sich bei einem Gewinnspiel des Dortmunder Sponsors Unitymedia. Unter rund 3000 Bewerbungen wurde Kotyrba ausgelost und mit 29 anderen Kickern zum Probetraining eingeladen. „Da habe ich wohl einen guten Eindruck hinterlassen“, so der Mittelfeldspieler. Mit sieben anderen Bewerbern schaffte der es so in den endgültigen Kader.

Karriereende nach Maß

Für Danny Kotyrba ist der Einsatz im Benefizspiel für die Deutsche Sporthilfe das absolute Highlight seiner Karriere. Vor allem, weil der Kick gegen Reus, Hummels und Co. sein letztes Spiel sein wird. „Ich musste aus Verletzungsgründe leider mit dem Fußball aufhören. Einen besseren Rahmen für ein letztes Spiel kann man sich gar nicht vorstellen.“

Wirklich nervös sei er trotz der erwarteten Kulisse nicht wirklich. Vielmehr wolle er jeden einzelnen Moment aufsaugen. Auch über Trikotwünsche hat sich Danny Kotyrba schon Gedanken gemacht: „Eigentlich sollte es Kagawa werden. Da der nicht dabei ist, wären Reus oder Hummels zur Not auch nicht schlecht.“

Ein Tor vor der Dortmunder Südtribüne würde dieser Geschichte wohl einen würdigen Abschluss geben. Danny Kotyrba wird mit Sicherheit alles daran setzen.