VSG Baskets müssen ihre Aufstiegsparty verschieben

Machte ein Bombenspiel in Bonn – bis sie sich ihr fünftes Foul einfing und auf der Bank Platz nehmen musste: Anna Schlüter (Nr. 15, weiß).
Machte ein Bombenspiel in Bonn – bis sie sich ihr fünftes Foul einfing und auf der Bank Platz nehmen musste: Anna Schlüter (Nr. 15, weiß).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Lange Gesichter statt Partystimmung: Gegen die SG BG Bonn/Meckenheimer TuS verlieren die Oberliga-Basketballerinnen der Velberter SG unnötig.

Bonn.. SG Bonn/M-TuS -
Velberter SG 64:59 (27:39)

VSG Baskets: Skotz, Asser (5), Rohleder (5), Stojcevska, Kögler (11), Bogs (11), Schlüter (16), Pagidou (4).

Nein, so hatten sich die Damen der Velberter SG den Trip nach Bonn nicht vorgestellt. Am letzten Spieltag vor der Osterpause wollte der Oberliga-Zweite alles klar machen, den Aufstieg eintüten. Schließlich war der Gegner – die SG BG Bonn/Meckenheimer TuS – der einzig verbliebene Konkurrent. Drei Siege Vorsprung hatte die Jovanovik-Truppe vor dem Spieltag – ein Sieg, und Platz zwei wäre den VSG Baskets bei noch dann drei ausstehenden Partien nicht mehr zu nehmen gewesen.

Und zunächst sah es auch so aus, als ob die Schlossstädterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht werden würden. Diesmal waren es nämlich die Baskets, die ihrem Gegner längenmäßig überlegen waren. Immer wieder gingen die Angriffe über die Centerriege – über Anna Schlüter, Friederike Kögler oder Christina Bogs. Als dann auch noch Yvonne Rohleder von außen traf, schien der Drops gelutscht: Zwölf Punkte Vorsprung zur Halbzeit sollten eigentlich reichen.

Einbruch nach der Halbzeit

Sollten – denn nach dem Wechsel lief bei Velbert nicht mehr viel zusammen. Innerhalb weniger Minuten glichen die Gastgeberinnen aus. Zwar brachten die Baskets ihre Center wieder ins Spiel, die dann auch fast nur durch Fouls zu stoppen waren. Eine unterirdische Wurfquote von der Freiwurflinie verhinderte allerdings, dass sich die VSG Baskets wieder etwas absetzen konnten. Bonn nutzte den Schwung und setzte sich im letzten Spielabschnitt weiter ab, überzeugte durch Spielwitz und traf plötzlich mit traumwandlerischer Sicherheit auch aus der Distanz. So setzte es am Ende eine knappe aber durchaus verdiente Niederlage für die VSG, die dennoch weiterhin auf Platz zwei bleibt und vom Aufstieg in die Regionalliga träumen darf.

„Wir sind trotzdem enttäuscht“, gab ein genervter Valentino Jovanovik nach der Partie zu Protokoll. „Das Ergebnis war ärgerlich und unnötig und sollte uns eine Lehre sein: Als Tabellenzweiter ist man fast in jedem Spiel der Gejagte, jeder will gegen uns gewinnen.“ Und in der Oberliga reiche die Qualität der anderen Teams nunmal auch aus, um das zu schaffen. „Gerne hätten wir nur gegen Tabellenführer Opladen verloren.“

Durch die Osterferien ist jetzt aber erst einmal vier Wochen Spielpause, erst am 19. April geht es weiter mit einem Heimspiel. Zeit also für die Baskets, ihre Wunden zu lecken und Defizite – wie etwa die schwache Wurfquote von außen – abzustellen. Der nächste Gegner wird dann direkt ein echter Prüfstein: Zwar ist die BG Duisburg West „nur“ Neunter, aber gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet tut sich die VSG generell sehr schwer. Dennoch reicht den Baskets ein Sieg aus den noch ausstehenden drei Partien, um den Aufstieg klar zu machen. Die Feier ist also nur verschoben, nicht aufgehoben.