Von der Schulbank auf die Trainerbank

So fing es an: Auftakttraining an der Poststraße.
So fing es an: Auftakttraining an der Poststraße.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Gesamtschule Velbert Mitte bot als eine der ersten Lehranstalten der Republik das DFB-Junior-Coach-Programm an. Zwölf Schülerinnen und Schüler haben die Ausbildung gemeistert.

Velbert.. Ein Dutzend fußballbegeisterter Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Velbert Mitte ist durch die Bank engagiert. Auf der Schulbank wie auf der Trainerbank. Das beides funktionieren kann, zeigt das Projekt des Deutschen Fußballbunds, dass Schülern den Einstieg in den Trainerjob ermöglichen soll. In Zusammenarbeit mit dem Fußballverband Niederrhein ließen sich die jungen Absolventen zum DFB-Junior-Coach ausbilden.

Zum erfolgreichen Abschluss erhielten die Nachwuchstrainer ein offizielles Zertifikat. Damit gehören sie zu den ersten „Juniorcoaches“ der Republik. Klar, dass die Überreichung der Urkunden als Anlass für eine Feier in der Velberter Lehranstalt genutzt wurde.

Die Commerzbank-Paten Uwe Lindner und Sascha Nevajdic überreichten den Junior Coaches darüber hinaus eine Erstausrüstung mit Trillerpfeife, T-Shirt, USB-Stick und Fußbällen: „Neben dem Einstieg in die Trainerlaufbahn unterstützen wir die Nachwuchscoaches auch in ihrem beruflichen Werdegang, beispielsweise mit Bewerbertrainings oder Schülerpraktika in unseren Filialen“, so die Paten.

Darüber hinaus gratulierten zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Emil Wiese, der Velberter Schuldezernent Holger Richter, der Sportmanager der Stadt Michael Bösebeck, Verbands-Sportlehrer Manuel Schulitz und der Vorsitzende des Schulfußballausschusses des Fußballverbands Niederrhein, Norbert Giesen. Folgende Schülerinnen und Schüler bekamen ihr Zertifikat überreicht: Joshua Effenberger, Julia Engelhardt,Omar Essahel El Alaoui, Lars Hilger, Christos Ioannou, Katharina Knümann, Lennart Koppe, Nick Nettelbeck, Niklas Peter, Kerim Shaarawy, Pascal Steinert, Kai Thomas Steinmüller. Alle gehen in die 10. Klasse.

In den rund 40-stündigen Theorie- und Praxiseinheiten wurde viel Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung und soziale Kompetenz gelegt. So stand neben dem sportlichen Fachwissen, die Vermittlung von Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist aber auch das Lösen von Konflikten im Vordergrund.

Schulleiterin Antje Häusler: „Der DFB-Juniorcoach ist für die Jugendlichen eine sehr gute Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich somit persönlich weiterzuentwickeln.“

Nach der Theorie die Praxis, nach der Schule das Leben: Im Anschluss an die Ausbildung steht für die Nachwuchstrainer eine einjährige Praxisphase an: Bei einem Verein oder einer Schul-Fußball-AG sollen dann Trainererfahrungen gesammelt und Kindern der Spaß am Fußball vermittelt werden. Danach können die Jugendlichen mit der Weiterbildung zum C-Trainer mit der Lizenz Breitenfußball fortfahren.

In den kommenden Jahren sollen mit Projekt „Junior Coach“ insgesamt 20.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland direkt an ihren Lehranstalten zu jungen Fußballtrainern ausgebildet werden.

Das ehrgeizige und engagierte Projekt wird von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach als Schirmherr sowie von Bundestrainer Joachim Löw als Pate begleitet.