Vom Gejagten zum Jäger

Hatte zuletzt einiges zu korrigieren, hofft aber auf die Wende im Spitzenspiel gegen Cronenberg: SC Velberts Trainer Ralf vom Dorp
Hatte zuletzt einiges zu korrigieren, hofft aber auf die Wende im Spitzenspiel gegen Cronenberg: SC Velberts Trainer Ralf vom Dorp
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Nach zwei Niederlagen in Folge hat der SC Velbert die Tabellenführung abtreten müssen - nun kommt der neue Erste zum Böttinger

Velbert.. Es ist möglicherweise der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt für den Sportclub Velbert. Nach zwei schmerzhaften Niederlagen in Serie ist die Tabellenführung futsch, doch die Chance zur Wiedergutmachung kommt prompt. Der neue Tabellenführer vom Cronenberger SC muss nämlich zum Böttinger reisen und will seine neu gewonnene Spitzenposition sicherlich nicht kampflos wieder hergeben. Und obwohl die Heimsiegesserie im letzten Spiel riss, will sich der SC zuhause wieder von seiner besseren Seite präsentieren.

„Wir sind jetzt nicht mehr der Gejagte. Ich hoffe, dass meine Mannschaft damit besser umgehen kann als zuletzt mit der Tabellenführung im Rücken“, erklärt Club-Trainer Ralf vom Dorp. Nach der bemühten, aber nicht zwingenden Vorstellung in Wülfrath erkennt der Übungsleiter außerdem, dass „wir uns steigern müssen. Wir dürfen defensiv keine Fehler anbieten und nach vorne wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln.“

Cronenberg will Fußball spielen

Da könnte den Gelb-Schwarzen entgegen kommen, dass sich der CSC im Gegensatz zum 1. FC Wülfrath wohl nicht am eigenen Strafraum verbarrikadieren wird und mehr Räume anbieten könnte. Vom Dorp: „Cronenberg definiert sich über das Fußball spielen.“ Die Wuppertaler sind die torgefährlichste Mannschaft der Liga, was vor allem einem Mann zu verdanken ist: Nino Paland. Der Torjäger trifft momentan wie am Fließband, schoss Wülfrath per Dreierpack ab, schenkte in der Vorwoche Union Velbert zweimal ein (einmal zum Sieg in der Nachspielzeit) und führt die Torjägerliste mit 27 Toren aus 18 Spielen überlegen an. „Der beste Torjäger ist immer nur so gut wie seine Passgeber“, warnt vom Dorp davor, sich nur auf einen Mann zu konzentrieren. Dennoch werden „die Innenverteidiger gefordert sein. Wir dürfen ihnen einfach keinen Raum lassen.“

Noch kein Endspiel

Des Weiteren bemühte sich Velberts Übungsleiter die Bedeutung der Partie gegen den CSC herunterzuspielen: „Es ist noch kein Endspiel. Selbst wenn wir verlieren sollten, bleiben noch genügend Spiele. Wir werden alles geben“, gibt sich vom Dorp kämpferisch. Fünf Punkte betrüge der Rückstand im Fall einer Pleite.

Vom Dorp kann personell, bis auf den Ausfall des Langzeitverletzten Emre Erciyes, aus dem Vollen schöpfen. Neben der Tabellenführung, die sich allerdings auch Düsseldorf-West als Zweiter holen möchte, geht es darum, ein weiteres Negativerlebnis vor dem Derby gegen Union zu verhindern.