Velberts Jugendkicker sind am Ziel

Die A-Jugend der SSVg Velbert spielt dank eines 1:0-Erfolges über den TV Jahn Hiesfeldauch in der kommenden Saison in der Niederrheinliga.
Die A-Jugend der SSVg Velbert spielt dank eines 1:0-Erfolges über den TV Jahn Hiesfeldauch in der kommenden Saison in der Niederrheinliga.
Foto: Alexandra Roth
Was wir bereits wissen
Nach einer langen Saison mit den Umwegen Qualifikationsrunde und Entscheidungsspiel schaffen es die A-Jugend der SSVg Velbert und die B-Junioren des SC Velbert in die Niederrheinliga

Oberhausen/Düsseldorf..  Sie haben es vollbracht. Sowohl die A-Junioren der SSVg Velbert als auch die B-Jugend des SC Velbert haben ihre Entscheidungsspiele auf neutralem Grund für sich entschieden und dürfen in der kommenden Spielzeit in der Niederrheinliga an den Start gehen. Während die von Christian Duhr trainierten SSVg-Talente den Klassenerhalt mit einem 1:0-Erfolg über den TV Jahn Hiesfeld perfekt machten, besiegten die Club-Junioren von Trainergespann Luca Lange und Fabian Papierok den SV Wermelskirchen mit 2:1 und feierten so den langersehnten Aufstieg.

So können sich die Stadt Velbert und ihre Vereine erstmals damit brüsten, gleich drei Juniorenmannschaften in der zweithöchsten Spielklasse zu haben. Denn die C-Jugend des SC Velbert qualifizierte sich bereits für ein weiteres Jahr in der Niederrheinliga.

Bewerbungsschreiben von Duhr

Bei der SSVg Velbert hingen Erfolg und Misserfolg am Ende einer kräftezehrenden Saison an einem einzigen Spiel. Dementsprechend groß war nach Spielende auch die Erlösung bei Interimstrainer Duhr, der die Mannschaft noch in der Qualirunde von Ralf Zistler übernommen hat und zum Ligaverbleib führte.

„Die Erleichterung ist natürlich extrem, nicht nur bei mir. Der Klassenerhalt ist ein super Erfolg für alle Beteiligten und wichtig für den ganzen Verein“, resümierte der kurzfristig installierte Erfolgscoach. Zur Erinnerung: Drei Spiele leitete Duhr, drei Siege fuhren seine Akteure bei einem Torverhältnis von 11:1 ein.

Ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben, welches den Übungsleiter auf eine Weiterbeschäftigung hoffen lässt: „Die Arbeit mit den Jungs macht riesigen Spaß, ich würde es auf jeden Fall weitermachen. Die Gespräche sollen auf jeden Fall zeitnah geführt werden.“ Und auch Duhr selbst hat erkannt, dass „der Erfolg für sich spricht.“

Den Erfolg ermöglicht hat das goldene Tor von Sinan Avan, dessen abgefälschter Schuss unhaltbar für den Dinslakener Keeper im Tor landete. Schon zuvor hätte das ein oder andere Tor fallen können. „Wir waren dominant und haben kaum etwas zugelassen. Nur in der fünfminütigen Nachspielzeit mussten wir zittern“, bilanzierte Duhr. Doch Torhüter Jan-Luca Klein entschärfte die beste Gelegenheit des TV Jahn mit einer Glanzparade. Dann durfte gefeiert werden, eine Humba durfte natürlich nicht fehlen.

SC Velbert nutzt die letzte Chance

Der SC Velbert hatte nach Rang zwei in der Quali eine letzte Möglichkeit, sein Ziel vom Aufstieg zu realisieren. Es ging im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion gegen den starken SV Wermelskirchen. In einer Partie auf Augenhöhe war vor allem die Anfangsphase von großer Vorsicht geprägt. Keiner wollte einen Fehler machen. „Wir waren zum Auftakt nervös, machen aber mit unserer ersten Chance das Tor“, merkte Papierok an. Olaf Miller war nach gut 20 Minuten erfolgreich.

Doch anstatt Sicherheit zu erlangen, kassierte die Mannschaft nur drei Minuten später nach einem Ballverlust auf dem Flügel den Ausgleich. Papierok: „Bis zur Pause hatte Wermelskirchen nach dem 1:1 etwas Auftrieb. Doch wir haben das Ergebnis gehalten, uns in der zweiten Halbzeit gesteigert und schlussendlich verdient gewonnen.“

Während der Gegner immer weiter abbaute, wurde der SC sicherer und belohnte sich zehn Minuten vor dem Ende durch Marius Ermels. Auf dem Vereinsgelände am Böttinger warteten dann Pizza und Kaltgetränke auf die Aufstiegshelden.