Velbert am Queue und am Steuer stark
13.01.2010 | 17:41 Uhr 2010-01-13T17:41:00+0100Erlangen/Niederberg. Beim 8:0-Auswärtssieg über den ATSV Erlangen zeigte Bundesligist BSV Velbert eine billardsportlich und fahrtechnisch reife Leistung.
Nicht nur Kunst am Queue war zum Auftakt der Rückrunde in der Dreiband-Bundesliga gefragt, sondern auch Können am Steuer. Denn der erste Spieltag 2010 verlangte von den Billard-Assen des BSV Velbert die weite Reise nach Bayern zum ATV Erlangen – eine Aufgabe, die angesichts schnee- und eisreicher Zeiten nicht jeder bewältigen kann.
So auch nicht das Bundesliga-Team der Duisburger, die auf die Tour ins Bayrische verzichteten, weshalb diese Partie nachgeholt werden muss. Das einen Tag später angesetzte Duell zwischen Erlangen und Velbert hingegen konnte über die Bühne gehen – „dank der Fahrkünste von Torsten Anders”, wie sein Teamkollege Sven Gester berichtet. Anders steuerte sein Team sicher zum Spielort, wo die Velberter schnell klarstellten, dass sie die Wintertour nicht nur als touristisch, sondern auch als sportlich lohnende Veranstaltung absolvieren wollten. Sie feierten mit 8:0 einen in der Höhe kaum erwarteten Auswärtssieg, mit dem sie in der Bundesliga-Tabelle nach Pluspunkten zu Platz vier aufschlossen. Den Grundstein legten Sven Gester und Volker Simanowski an drei und vier.
Gester dreht die Partie
Gester war an Brett vier gegen den Erlangener Jürgen Pichler zwar schlecht gestartet – 0:9 lag er nach zwölf Aufnahmen hinten – steigerte sich aber und hatte die Partie zur Pause mit 21:11 gedreht. Den Vorsprung baute er gar auf 36:21 in 37 Aufnahmen aus. Pichler kam danach noch einmal kurz ins Spiel zurück, aber bei 38:32 stieß Sven Gester aus und Jürgen Pichler gelangen im Nachstoß noch drei Bälle
Auch Simanowski hatte vor der Pause gegen Jens Krüger noch einige Probleme, spielte dann jedoch seine ganze Erfahrung aus und siegte schließlich mit 40:35 in 47 Aufnahmen. Damit lag der BSV schon 4:0 in Führung.
Anders startet rasant
In der zweiten Runde waren dann Jens Eggers am Spitzenbrett gegen Andreas Efler und Torsten Anders an zwei gegen Michael Puse gefordert. Dabei legte Anders am Queue ein ähnlich rasantes Tempo wie am Steuer vor: Nach 13 Minuten stand es schon 30:9 in 14 Aufnahmen, Billard im Sause-Tempo. Doch dann schaltete auch Michael Puse einen Gang höher und holte zum zwischenzeitlichen 33:24 in 24 Aufnahmen auf.
Während diese Partie somit doch noch eng wurde, sorgte auf dem Nachbarbrett Jens Eggers für klare Verhältnisse. Er führte gegen den österreichischen Billardprofi Andreas Elfer stets mit mindestens zehn Bällen. Dennoch brauchte er zehn Minuten länger als Anders, ehe sein 50:33 in 36 Aufnahmen feststand. Anders hatte sich inzwischen nach hartem Kampf mit 50:47 in 36 Aufnahmen durchgesetzt.
Damit stand der 8:0-Sieg bei einem Mannschafts-General-durchschnitt von 1,118 fest – ein toller Erfolg, der offensichtlich Schwung für die Rückreise brachte: Für die brauchte Anders nämlich eine Stunde weniger als für die Hinfahrt.
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