VBC zieht ins DM-Finale ein
12.02.2012 | 20:08 Uhr 2012-02-12T20:08:00+0100
Velbert. Velberter kämpfen nach dem souveränen Sieg über Straubing nun zweimal gegen den Nordhäuser SV um den Titel.
Der Velberter BC hat das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Mit dem souveränen 15:8-Erfolg in der heimischen Halle Birth über den BC Straubing machte der Titelverteidiger den Sieg in der Vorrunden-Gruppe 2 der Box-Bundesliga perfekt. In zwei Endkämpfen treffen die Velberter nun auf den Nordhäuser SV, der sich mit dem 12:11-Auswärtserfolg bei Hertha BSC den ersten Platz in der Gruppe 1 gesichert hat. Bereits am kommenden Samstag haben die Nordhäuser in Thüringen Heimrecht im Hinkampf. Der Rückkampf steigt eine Woche später, am 25. Februar, in Birth.
Hier hätte den Velbertern zum Abschluss der Vorrunde bereits ein Remis gegen den BC Straubing gereicht. Doch der Deutsche Rekordmeister setzte sich nicht dem Verdacht aus, seinen Weg zur Titelverteidigung mit einem Dienst nach Vorschrift zu gehen. Stattdessen bot er das volle Programm: Keine schnöde Punkteteilung, sondern einen Sieg — und den in meisterlicher Manier. Von den acht Kämpfen des Abends verlor er keinen einzigen. Gleich sieben Fights gewannen die Velberter, ein einziger endete Unentschieden.
Damit war bei aller Klasse der mit nationalen Assen bestückten VBC-Staffel nicht unbedingt zu rechnen. „Wir hatten schon einige Personalprobleme. Aber ich bin froh, dass es so gut ausgegangen ist“, sagte Trainer Hennie van Bemmel. Er hatte auf Artur Schmidt (zog sich beim Kampf vor einer Woche in Babelsberg einen Rippenbruch zu), auf den WM-Dritten Erik Pfeifer (erkrankt) und auf Jugend-Olympiasieger Artur Brill (hatte am Vorabend einen internationalen Einsatz) verzichten müssen. Zudem gab Ex-Mittelgewichtler Konstantin Buga sein Debüt im Halbschwergewicht.
Für Brill und Pfeifer sprangen die Routiniers ein: Rustam Rahimov, der bald 37 Jahre wird, und Alexander Povernov, der auf die 34 zugeht, überzeugten im Leicht- und im Superschwergewicht durch tadellose Leistungen, die mit deutlichen Siegen (Rahimov über Eduard Schmid, Povernov über Marco Tomasovic) und lautstarkem Applaus des Velberter Box-Publikums belohnt wurden.
Noch mehr Begeisterung löste der beste Fight des Abend zwischen VBC-Ass Peter Mullenberg und Dennis Radowan im Mittelgewicht aus. Beide drückten aufs Tempo und sparten nicht mit harten Treffern. Einer davon bescherte Radowan eine blutige Nase, was ihn nicht hinderte, dem Niederländer in Velberter Diensten weiter einzuheizen. Schließlich gewann Mullenberg knapp, aber nicht unverdient, wie Trainer Hennie van Bemmel meinte, mit 16:14 Punkten.
Noch knapper ging es zwischen Buga und dem deutschen Vizemeister Sergej Michel zu. Hier kam es zum einzigen Remis des Abends. ansonsten setzten sich die Velberter ziemlich sicher durch. Der Deutsche Meister im Bantamgewicht, Denis Makarov, bezwang den mutigen Edgar Walth mit 15:8, Eugen Burhard, der an Stelle von Schmidt im Halbweltergewicht kämpfte, besiegte Eugen Dahinten mit 11:5, während Alexander Miller (18:7 im Weltergewicht über Klemens Ruder) und Gottlieb Weiss (16:4 im Schwergewicht über Roman Gorst) ihre Gegner deutlich distanzierten.
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