Union Velbert verspielt klaren Vorsprung

Union-Trainer Franke konnte das Geschehen kaum fassen.
Union-Trainer Franke konnte das Geschehen kaum fassen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Velberter Landesligist Union verliert nach einem 2:0 zur Halbzeit noch mit 2:3. Nicht zum ersten Mal fällt der entscheidende Gegentreffer in der Nachspielzeit

Tönisheide.. SV Union Velbert -
SV Uedesheim 2:3 (2:0)

SV Union: Honnacker, Aktas, Bayrak, Roth, Pauly (67. Sailer), Alkan, Doil, Jeglorz, Jung, Sahin (72. Odhiambo), Scheller
Tore: 1:0 Doil (33.), 2:0 Roth (37.), 2:1 (64.), 2:2 (75./Strafstoß), 2:3 (90. + 2)

„Ich bin immer noch fassungslos“, gestand Maik Franke, Trainer des SV Union Velbert, zwei Stunden nach der 2:3 Niederlage gegen den SV Uedesheim.

Seine Mannschaft begann dominant, stand gut in der Defensive und kombinierte teilweise flüssig nach vorne. Das Tor zum 1:0 fiel dann jedoch aus einer Standardsituation. Bei einem schnellen Konter konnte Philipp Pauly nur regelwidrig gestoppt werden, so dass der Schiedsrichter auf Freistoß kurz vor dem Strafraum der Neusser entschied. Tobias Doil wurde kurz angespielt, zog mit seinem starken linken Fuß ab und traf zum 1:0.

Frühe Führung und viele Chancen

Nur vier Minuten später erhöhte Matthias Roth per Kopf auf 2:0, nachdem Dominik Jung einen Eckball am kurzen Pfosten -wie im Training einstudiert- nach hinten verlängert hatte.

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Unioner eine hochkarätige Möglichkeit nach der anderen. Mustafa Alkan scheiterte frei aus acht Metern am Torwart und der Kopfball von Roth verfehlte das Uedesheimer Tor nur knapp. Anstatt selbst abzuschließen, wollte Adrian Jeglorz aus fünf Metern noch einmal querlegen anstatt selbst abzuschließen, so dass ein Gästeverteidiger klären konnte. Nach einem Querpass von Pauly rutschte Christian Scheller zwei Meter vor dem Tor knapp am Ball vorbei und auch Muhamet Bayrak und Alkan in seinem zweiten Versuch scheiterte.

„Das wirkte schon fast wie Slapstick“, kommentierte der Union-Coach die Art und Weise, wie seine Schützlinge die vielen Chancen vergaben. Und als Enez Aktas in der eigenen Hälfte das Dribbling gegen drei Neusser aufnahm, anstatt den Ball konsequent zu klären, kamen die Gäste auf 1:2 heran. „Da hatte ich aber überhaupt keine Angst, dass noch etwas schief gehen könnte, weil wir Konter über Konter hatten“, meinte Maik Franke. Doch eine Viertelstunde vor Schluss unterlief dem eingewechselten Benni Sailer ein unglückliches Handspiel im eigenen Strafraum und den fälligen Elfmeter verwandelte der Oberligaabsteiger zum Ausgleich.

In der Nachspielzeit konnten die Velberter dann eine Flanke von außen nicht verhindern, ein Neusser stand am langen Pfosten frei und köpfte zum Siegtreffer für sein Team ein. „Wir haben in der Rückrunde jetzt schon acht Punkte in der Nachspielzeit verloren“, stellte Maik Franke fest.