Union übernimmt wieder das rote Licht

Wuppertal.. TSV Ronsdorf -
Union Velbert 3:1 (2:0)

Union: Honnacker, Ural, Bayrak, Roth (56. Odhiambo), Pauly, Alkan, Doil, Jeglorz, Jung, Sahin (46. Scheller), Sahingöz
Tore: 1:0 (31.), 2:0 (38.), 2:1 Odhiambo (75.), 3:1 (90.)

Nach zuletzt vielen Gegentoren über die Außenpositionen wollte Trainer Maik Franke seiner Mannschaft etwas mehr Sicherheit geben und verordnete der Elf eine Fünferkette. Doch damit schienen seine Schützlinge wenig anfangen zu können, obwohl das in der Woche trainiert wurde, denn sie kamen gar nicht erst in die Zweikämpfe. Zudem war die Passqualität extrem schwach, so dass die Unioner im ersten Durchgang kaum einen vernünftigen Angriff spielen konnten. „Dass das der Taktik geschuldet war, werte ich als Ausrede. In die Zweikämpfe finden, sichere Pässe spielen und mehr laufen kann ich immer“, meinte der Coach. Nach einer halben Stunde geriet sein Team in Rückstand, als Tobias Doil mangels Anspielstationen den Ball lang hinten rausspielen wollte, die Ronsdorfer den zu kurz geratenen Pass aber abfingen, schnell umschalteten und zum 1:0 abschlossen.

Beim 2:0 wurde ein Angriff der Platzherren zu kurz abgewehrt, im darauf folgenden Zweikampf entschied der Schiedsrichter auf Freistoß, den die Wuppertaler im zweiten Versuch, nachdem Bastian Honnacker zunächst gehalten hatte, einschossen. Wenig später stellte Franke wieder auf Viererkette um und fortan wurde das Spiel seiner Auswahl besser. Die Velberter drückten auf den Anschlusstreffer, während die Gastgeber nur noch auf Konter setzten.

Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte sich Adrian Jeglorz auf der rechten Seite in hohem Tempo durch, passte fast von der Grundlinie nach innen und der eingewechselte Alain Odhiambo hatte wenig Mühe, den Ball über die Torlinie zu befördern. Natürlich warfen die Gäste nun alles nach vorne, boten den Ronsdorfern aber die Räume für gefährliche Gegenstöße. Doch Honnacker hielt durch eine tolle Parade seine Elf noch im Spiel, aber in der Schlussminute war er machtlos und konnte das 1:3 nicht verhindern.

„In der ersten Halbzeit waren wir grottenschlecht, die Leistung in der zweiten Hälfte hat mich dann aber wieder ein bisschen versöhnt. Leider haben wir jetzt wieder die Rote Laterne übernommen“, bilanzierte Franke.