Union stand dicht vor der Überraschung

Der Ausgang der Partie schmeckte Union-Trainer Maik Franek gar nicht: Sein Team musste in letzter Minute den Ausgleich schlucken.
Der Ausgang der Partie schmeckte Union-Trainer Maik Franek gar nicht: Sein Team musste in letzter Minute den Ausgleich schlucken.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Velberter Landesligist verspielt gegen das Spitzenteam Kalkum-Wittlaer beim 3:3 eine 3:0-Führung.

Tönisheide.. SV Union Velbert -
TV Kalkum Wittlaer 3:3 (3:1)

SV Union: Gerlach, Gollin, Aktas, Levering (76. Alkan), Odhiambo (79. Pauly), Ural, Bayrak, Doil, Jung, Scheller (66. Sahin), Sailer
Tore: 1:0 Eigentor (5.), 2:0 Sailer (7.), 3:0 Levering (20.), 3:1 (39./ Strafstoß), 3:2 (66./Strafstoß), 3:3 (90. + 2)

Nach dem Abpfiff der Partie zwischen Union Velbert und Kalkum-Wittlaer jubelten die Gäste, während die Spieler des Schlusslichts enttäuscht auf den Kunstrasen sanken, denn aufgrund des Gegentreffers in der letzten Minute der Nachspielzeit büßten sie noch zwei dringend benötigte Punkte ein.

Zunächst sah es eher so aus, als wenn die Velberter das Spitzenteam wären, denn sie dominierten die Landeshauptstädter deutlich. Nach einer scharfen Flanke von Tobias Doil boxte sich der Düsseldorfer Torwart den Ball selbst ins Netz. Die Unioner hielten den Druck hoch und nur zwei Minuten später erhöhte Benjamin Sailer auf 2:0, als er nach einer Maßflanke von Christian Scheller nur noch den Fuß hinhalten musste. Die Velberter kombinierten weiter flüssig und wurden dafür auch belohnt. Denis Levering schlug vor dem Strafraum zwei Haken, um sich Raum zu verschaffen, und traf mit seinem Schuss aus 20 Metern flach ins Eck. Das 1:3 durch einen Strafstoß (Enez Aktas hatte seinen Gegenspieler zu Fall gebracht), schien nur ein Schönheitsfehler zu sein, denn auch im zweiten Durchgang standen die Platzherren defensiv sicher. Doch der Schiedsrichter entschied in der 66. Minute erneut auf Elfmeter, den die Gäste zum Anschlusstreffer nutzten. „Das war nur ein Pressschlag“, zweifelte Union-Trainer Maik Franke die Berechtigung des Strafstoßes an.

„In der Nachspielzeit gab der Schiedsrichter dann einen Einwurf für den Gegner, obwohl der Ball von einem Kalkumer ins Aus ging und daraus entwickelte sich das Tor zum Ausgleich“, berichtete der Coach. „Das ist eine gefühlte Niederlage“, stellte er enttäuscht klar.