Union hat den Wiederaufstieg im Blick

Das war’s vorerst. Mit der 3:5-Heimniederlage am 7. Juni gegen Turu Düsseldorf II (Szene) verabschiedete sich die Union aus der Landesliga
Das war’s vorerst. Mit der 3:5-Heimniederlage am 7. Juni gegen Turu Düsseldorf II (Szene) verabschiedete sich die Union aus der Landesliga
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Union Velbert hat den Abstieg in die Bezirksliga abgehakt und die neue Saison vorbereitet. Mit 29 Spielern wird der Kader vor allem in der Breite verstärkt

Velbert.. Der Abstieg aus der Landesliga wurde abgehakt und so will man jetzt beim SV Union Velbert auch nur noch in die Zukunft blicken. Die Verantwortlichen, die insbesondere den fehlenden Wettbewerb um die Stammplätze als einen Grund für die schwache Saison erkannt haben, reagierten und haben frühzeitig damit begonnen, den Kader zu ergänzen.

Kader wird deutlich vergrößert

Trotz der Misserfolge blieb die Truppe weitestgehend zusammen, lediglich Dominik Jung und Benjamin Sailer beendeten ihre aktiven Laufbahnen. „Wir hätten auch nicht gedacht, dass fast alle zusagen. Es ist schön, dass sich alle wohl fühlen, aber wir brauchen auch Erfolge“, begründete Trainer Maik Franke die Bemühungen des Vereins auf dem Transfermarkt. Für viel Unmut sorgte dagegen Denis Levering, der zunächst zugesagt hatte.

„Er kam dann später auf mich zu und teilte mir mit, dass er Wohneigentum in Remscheid erworben hätte. Da wären ihm die Fahrten zu den Trainingseinheiten und Spielen zu aufwändig. Dafür hatte ich dann auch Verständnis“, sagte der Union-Coach.

Als dann aber der Ligarivale 1. FC Wülfrath die Verpflichtung des Offensivakteurs vermeldete, war Franke nicht nur enttäuscht, sondern auch wütend. Dafür freut er sich aber über neun Neuzugänge, die für frischen Wind sorgen sollen. „Es sind zwar nicht die Hochkaräter, denn bei denen konnten wir finanziell nicht mithalten, aber wir haben uns auf jeden Fall in der Breite verstärkt“, glaubt der 47-Jährige, dessen Aufgebot nun 29 Spieler umfasst.

„Wir brauchen kein Hehl daraus machen, dass wir um den Aufstieg mitspielen wollen, denn wir haben eine gute Mannschaft“, bezieht der Trainer deutlich Stellung.

Co-Trainer Ramilo entlastet den Chefcoach

Mit Jose Ramilo kann Union-Cheftrainer Maik Franke auch einen neuen Co-Trainer an seiner Seite begrüßen. „Auf die Arbeit mit ihm freue ich mich, denn die letzten Jahre war es für mich alleine schon immer sehr aufwändig und anstrengend. Wir beide ticken im Hinblick auf Fußball ähnlich und da funktioniert die Aufgabenteilung blind“, sagt Franke.

Der neue Assistent hatte zuletzt ein Jahr sehr erfolgreich beim Kreisligisten TuS Homberg als Chefcoach gearbeitet und bringt mit Lukas Bender und Mehrab Chaharlangi zwei seiner bisherigen Schützlinge von dort mit nach Tönisheide.

Aus der eigenen A-Jugend rücken Pierre Forster und Ivo Azemi, der sogar noch ein Jahr im Nachwuchsbereich spielen könnte, auf. Vom Bezirksligaabsteiger SV Hilden-Nord kommt der Mittelfeldspieler Hatem Aouni, der vor Jahren dem Union-Vorgängerverein FC Tönisheide angehörte. Mit Fabian Helmes (FC Wülfrath) wurde ein talentierter Angreifer verpflichtet, der bei der Union den Durchbruch schaffen will. Fündig wurde Maik Franke auch bei seinem Ex-Klub SV Hösel: Steven Kansy, Marco Laufmann und Torhüter Sebastian Reckzeh wechseln nach Velbert. Und da Routinier Bastian Honnacker wieder Lust auf Fußball bekommen hat, verfügt der SV Union jetzt über drei starke Torhüter.

„Wir haben jetzt einen Riesenkader, auch wenn einige Spieler wegen Verletzung teilweise länger ausfallen werden. In jedem Fall haben wir für einen Konkurrenzkampf um die Stammplätze gesorgt. Zudem wird es einen Regelkatalog geben, denn viele Dinge werde ich nicht mehr akzeptieren. Wir haben alles auf Null gestellt und werden neu anfangen“, verkündet Maik Franke