Ungebetene Gäste motivieren nur

Gleich zweimal bekam die SSVg Velbert in der vergangenen Woche ungebetenen Besuch: Samstagnacht wüteten Unbekannte auf dem Rasen das Stadions, nur mit Mühe bekamen Freiwillige das Grün für das Meisterschaftsspiel gegen Sonsbeck noch in Schuss. Und am Donnerstag tauchten zum Training auf der Anlage Am Berg düstere und zum Teil vermummte Gestalten auf, sehr wahrscheinlich einige Zeitgenossen aus der Fan-Szene des Aufstiegsrivalen Wuppertaler SV, wie Zeugen und Polizei vermuten.


Offenbar ein Einschüchterungsversuch, der allerdings seine Wirkung völlig verfehlt hat. Die SSVg Velbert lässt sich nämlich in der Fußball-Oberliga auch durch solche Störfeuer von Außen nicht aus der Ruhe bringen, feierte am Sonntag den achten Sieg in Serie und verteidigte damit die komfortable Führung in der Tabelle.


Und der Velberter Trainer André Pawlak unterstreicht, dass die unschönen Szenen vom Donnerstag sein Team zusätzlich motiviert haben: „Wenn wir bei der Wuppertaler Fan-Szene schon so beliebt sind, dass sie uns sogar beim Training besuchen, dann wollen wir uns auch revanchieren.“ Und das taten sie sportlich. Dem ungebetenen Besuch wurde etwas geboten, nämlich die eindeutige Antwort auf dem Platz. Mit 7:0 gewann die SSVg Velbert beim VDS Nievenheim. Eine klare Ansage auch an die Konkurrenz in der Liga.