TSZ Velbert auch ohne Note eins Spitze
16.02.2010 | 18:02 Uhr 2010-02-16T18:02:00+0100
Tanz-Turniere in Bremen sind langweilig. Sagen die Auswärtigen. Denn wer extra zu einem Latein-Formationsturnier in den hohen Norden fährt, wird im Moment immer denselben Sieger sehen: Der GGC Bremen A gewann auch das dritte Turnier in der Heimat. Das TSZ Velbert holte auf Platz zwei erstmals in dieser Bundesliga-Saison keine Eins.
„Der Tag war es mir aber definitiv Wert. Selbst wenn wir Dritter geworden wären, war es doch für uns eine Sternstunde auf dem Parkett“, sagt TSZ-Trainerin Astrid Kallrath. Von Enttäuschung herrscht derzeit bei ihr keine Spur. Derzeit führt eben kein Weg an den Bremern vorbei – egal, ob sie daheim oder auswärts tanzen.
Doch die Velberter haben da noch ein Ass im Ärmel: ihr Heimturnier. Denn da, wo das Publikum in Bremen bescheiden applaudiert, rasten sie in Velbert voll aus. In dieser kleinen und nicht gerade modernen Sporthalle schreien und klatschen sie die Mannschaften zu Höchstleistungen.
In zwei Wochen, am 27. Februar, steht die Halle an der Langenberger Straße wieder im Zeichen der hohen Hacken. Dann kommen die acht Bundesliga-Teams nach Velbert. „Die Zuschauer sind mit den Velbertern“, weiß auch TSZ-Trainerin Astrid Kallrath.
Dabei waren sie auch in Bremen mit den Verfolgern aus Velbert. „Wir haben sogar mehr Applaus bekommen, als die Bremer.“ Das mag daran liegen, dass viele darauf warten, dass sich an der Spitze endlich was tut, das kann aber auch daran liegen, dass man grundsätzlich eher mit dem David als dem Goliath ist. Doch in Bremen zeigten eben beide Formationen grandiose Leistungen. Sebastian Schwind und Roberta Leo waren nach ihren Verletzungen in die TSZ-Formation zurückgekehrt.
Gemeinsam mit den anderen 14 Tänzern boten sie eine grandiose Leistung, wie Astrid Kallrath begeistert erzählt. „Beide Durchgänge waren gigantisch. Normalerweise analysieren wir direkt danach immer alles, aber dazu war ich dieses Mal nicht sofort in der Lage.“
Die Schwierigkeiten standen, niemand hatte sich verletzt und kein Kleid bei den Damen war überraschend aufgesprungen, wie es vor zwei Wochen beim Bundesliga-Turnier in Ludwigsburg passiert war. Beste sportliche Voraussetzungen also für das Heimturnier.
„Meine Mannschaft schreit mit jeder Faser: Wir wollen die Bremer schlagen“, erzählt Kallrath. Gemeinsam mit ihren Trainerkollegen Markus Sonyi und Wladislaw Lalafarjan, auf dessen Schultern der aktuelle Velberter Erfolg ebenfalls basiert, wird nun für das große Heimspiel trainiert. Kallrath: „Ich bin gespannt, wie es dann in zwei Wochen bei uns wird.“ Auf jeden Fall mehr als laut.
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