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Trauriges Eckenfestival

10.02.2012 | 18:49 Uhr
Trauriges Eckenfestival
Wieder schlägt es nach einer Ecke im HCV-Kasten ein: Sabrina Brinkmann (mitte) und Torfrau Miriam Amft können den Schuss der Raffelbergerin nicht abblocken. Bild : Detlev Kreimeier WAZ FotoPool

Velbert.   HCV-Damen verlieren ein an Feldtoren armes Spiel. Nun wird es eng

HC Velbert -
Club Raffelberg4:5 (2:2)

HCV: Amft, Dörrenhaus, Pawlak (1), Holthausen, Jülicher, Florysiak, Grenda (2), Schulte, Schmahl (1), S. Brinkmann, Engels, Kruft.

Im Dezember noch kurz am Wiederaufstieg geschnuppert, steht den Damen des HC Velbert nun ein Abstiegsendspiel bevor. Die unglückliche 4:5-Niederlage gegen den Club Raffelberg krönte eine bislang erfolglose Rückrunde ohne Fortune. Am Sonntag geht es ins Duell gegen den direkten Konkurrent nach Gladbach. Der HCV spielt jetzt seinen größten Trumpf aus: Christa Blaschke kommt zurück aufs Parkett!

Noch hat der HCV drei Spieltage vor Saisonende vier Punkte Vorsprung. „Aber wenn wir verlieren ist es nur noch einer, dazu haben wir dann das schlechtere Torverhältnis“, rechnet Trainer Christian Marquardsen vor. „Eine Situation, die kein Mensch braucht.“

Dabei hätten sich die Rot-Weißen diese Dramaturgie durchaus ersparen können. Doch gegen den Club Raffelberg setzte sich die altbekannte Problematik der Saison weiter fort: „Über weite Strecke bestimmen wir das Spiel sogar, aber im Sturm sind wir einfach zu ungefährlich, da passiert überhaupt nichts.“ So fielen drei der vier Velberter Treffer per Ecke.

„In der Defensive stehen wir hingegen gut“, sagte der Coach. Auch hier erlebten die Zuschauer in der Halle an der Poststraße eine Ecken-Festival. Sechs Ecken hatten die Gäste aus Duisburg, vier waren drin, alle per Ableger oder Rückpass zum Rausgeber. Nur Super-Talent Stöckel gelang mit feinem Lupfer über Miriam Amfts Schulter ein Treffer aus dem Spiel heraus.

„Ärgerlich“, fand Marquardsen die Niederlage in einem Duell, in dem die Führung stetig wechselte. Wieder waren die Rot-Weißen dran am Sieg; alle Niederlagen in dieser Saison fielen hauchdünn aus.

Christa Blaschke gibt ihr Comeback

Offensichtlich fehlt es an Erfahrung, Cleverness und Durchschlagskraft. Verständlich also, dass der Coach Christa Blaschke nach ihrer Schwangerschaftspause wieder zurück holt. Das Comeback der erfolgreichsten Velberter Stürmerin der vergangenen Jahre soll dem Team Auftrieb geben. „Christa kommt als fünfte Stürmerin hinzu. Sie wird vorne die nötige Präsenz zeigen und die anderen Stürmerinnen mitziehen, die auch stark trainiert haben.“

Der Plan für das Schlüsselspiel am Sonntag (11 Uhr, Holter Sportstätten) beim Gladbacher HTC ist klar. „Wir wollen das Spiel weiter so bestimmen wie zuletzt auch. Gegen Raffelberg haben wir durchaus nicht schlecht gespielt. Nur die Torgefahr müssen wir verbessern“, sagt HCV-Trainer Marquardsen.

Andre Henning

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