Trabzonspor will alles versuchen
22.02.2012 | 17:35 Uhr 2012-02-22T17:35:00+0100
Heiligenhaus. Der Tabellenletzte der Bezirksliga gibt sich trotz des deutlichen Rückstandes noch längst nicht geschlagen
„Wenn der Abstand bis zur Winterpause nicht zu groß ist, werden wir alles versuchen und zur Rückrunde noch einmal nachrüsten.“ Diesen Satz hatte Özay Tarim, Vorsitzender des Fußball-Bezirksligisten Trabzonspor Wuppertal/Heiligenhaus, im Laufe der ersten 16 Partien stets wiederholt. Darüber, ob nun acht Punkte zum rettenden Ufer zu viele sind, lässt sich sicherlich streiten. Doch der Tabellenletzte hat sich dazu entschieden, noch einmal alles zu probieren.
„Wir hatten in der Hinrunde zwei große Baustellen. Das war die Defensive und die zentralen Schaltstellen im Mittelfeld“, erklärt Tarim. Zumindest für letztere scheinen die Verantwortlichen eine gute Lösung gefunden zu haben. Gleich zwei bekannte Gesichter aus der niederbergischen Fußball-Szene haben den Weg zur Talburgstraße gefunden.
Zumindest Aytac Saatcigil sollte dies auch nicht allzu schwer gefallen sein. Nicht nur dass der „Sechser“ – wie der defensive Mittelfeldspieler im Fußball-Neu-Deutsch genannt wird – bereits vor einigen Jahren das Trikot des türkischen Verein überstreifte.
Landesliga-Sechser
Saatcigli spielte zudem zuletzt in der Landesliga für die SSVg Heiligenhaus und musste daher nach seinem Transfer lediglich die Kabine wechseln. „Man konnte schon in den Vorbereitungsspielen sehen, dass er uns richtig weiterhelfen wird und die Lücke schließen kann. Er ist ein erfahrener Mann und organisiert jetzt das ganze Mittelfeld“, schwärmt der Vorsitzender von seinem Neuen.
Saatcigil ist allerdings nicht der einzige, der sich in den vier Testspielen, die alle gewonnen worden (darunter ein 3:1 gegen Atatürk Mettmann), in den Vordergrund spielen konnte. Auch Zugang Nummer zwei bewies bereits, dass er dem Team weiterhelfen kann. Nabil Es Sassi wechselte im Winter vom TVD Velbert zu Trabzonspor und soll künftig als Schnittstelle zwischen Mittelfeld und Sturm fungieren. „Das hat schon richtig gut geklappt. Er harmoniert sehr gut mit unseren beiden Stürmern (Berhar Rexhepi und Dennis ter Haar, d. Red.).“
Allerdings gab es auch in der spielfreien Zeit nicht ausschließlich positive Meldungen beim Schlusslicht. So hat mit Ali Gözen auch ein Stammspieler aus der Hinrunde den Verein in Richtung Atatürk Mettmann verlassen. „Das ist sicherlich schade. Aber wir konnten ansonsten die Mannschaft zusammenhalten und diese hat sich ja auch nicht immer schlecht präsentiert“, führt Tarim aus.
Jedoch bereitet den Verantwortlichen die Situation in der Abwehr leichte Sorgen. Schließlich wurden sie für diesen Bereich nicht fündig und müssen daher auf das Personal zurückgreifen, das in 16 Spielen 53 Tore kassiert hat. „Das muss natürlich besser werden. Aber wenn wir hinten sicher stehen, werden wir die Spiele auch gewinnen. Denn vorne sind wir immer für ein Tor gut“, glaubt Özay Tarim.
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