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Thorsten Frings gewinnt Velbert Open

15.02.2010 | 18:46 Uhr
Thorsten Frings gewinnt Velbert Open

Velbert. Mit dem Duell der NationalSpieler als Finale erlebten die Velberter Open einen großartigen Abschluss. Dabei holte sich Thorsten Frings vom Essener Top-Team Horster Eck gegen den Velberter Lokalmatador Jens Eggers den Siegerpokal.

Ein gezielter Stoß, ein Klacken der Kugeln, ein kurzer Aufschrei „Jaaah!“, dazu die geballte Faust in der Luft, während die Zuschauer im Billardheim am Buschberg applaudieren: Thorsten Frings hat gerade im Endspiel gegen Jens Eggers den entscheidenden Punkt geholt und damit die 11. Velbert Open beim BSV gewonnen. Mit 30:19 in 19 Aufnahmen und dem starken Schnitt von 1,579 hatte Frings den an Nummer eins gesetzten Velberter Bundesliga-Spieler geschlagen.

Dieser war dennoch zufrieden: „Das Finale war ein würdiger Abschluss eines schönen Turniers. Die Atmosphäre hier ist einzigartig und es ist immer etwas Besonderes für mich, hier zu spielen“, sagte Eggers. Das Endspiel gegen Frings brachte dann die passende Pointe: die beiden Finalgegner sind nämlich in zwei Wochen Teamkollegen in der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Viersen.

Dass er das Finale der 11. Velbert Open, an dem wieder gut 50 Spieler der nationalen Klasse teilgenommen hatten, erreichte, war für Eggers schon eine gute Sache: „Dazu habe ich ein paar starke Spiele zeigen müssen“. So besonders im Halbfinale gegen seinen Kollegen im BSV-Bundesliga-Team, Torsten Anders, der ebenfalls ein starkes Turnier gespielt hatte. Im Finale gab es dann aber an Thorsten Frings kein Vorbeikommen: „Er hat verdient gewonnen“, bekräftigte Eggers.

Gewinner Frings bedankte sich während der Sieger-Ehrung beim BSV für das gelungene Turnier und stiftete gleich eine Lokalrunde. Ehe die Billardgemeinde aber das zweitägige Turnier beschließen und begießen konnte, stand noch eine weitere Siegerehrung an: Für das Zugabe-Turnier am kleinen Billard. Und auch hier gewann ein ganz spezieller Spieler: Altmeister Günter Siebert, seit den späten 60er Jahren ein Aushängeschild des deutschen Billard-Sports, hatte sich wieder nicht lumpen lassen. „Jumbo“ Siebert erreichte die K.O-Runde der besten 32 (schied hier knapp gegen Dennis Schäfer aus) und gewann dann das Vorgabe-Turnier am kleinen Billard.

Zur Siegerehrung kam er etwas zu spät aus dem Nebenraum – „in seinem Alter ist er nicht mehr so schnell zu Fuß“ witzelte ein andere Spieler – aber wie immer im weißen Schal und in bester Stimmung: Auch eine Legende wie der 67-jährige „Jumbo“ macht den Reiz der Velbert Open aus.

Ulrich Tröster

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