SSVg Velbert zum Abschluss dreistellig

Milko Trisic (rechts) erzielte das hundertste (und letzte) Saisontor für Meister SSVg Velbert.
Milko Trisic (rechts) erzielte das hundertste (und letzte) Saisontor für Meister SSVg Velbert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Velberter Oberliga-Meister verliert das letzte Saisonspiel beim SV Hönnepel-Niedermörmter mit 1:2, aber er knackt die 100-Tore-Marke

Kalkar.. SV Hönnepel Niedermörmter -
SSVg Velbert 2:1 (1:1)

SSVg: Sprenger, Pappas, Andersen, Schultens, Mondello, Zent, Hagemann (52. Raudino), Dogan, Trisic (77. Mühlhause), Schmidt (54. Tumanan).
Tore: 0:1 Trisic (29.), 1:1 Trienenjost (42.), 2:1 Heppke (86.) - Schiedsrichter: Fischedick. - Zuschauer: 150.

Wahrscheinlich haben sie bei der SSVg Velbert eine Niederlage selten so entspannt hingenommen wie die, die sie nun beim SV Hönnepel-Niedermörmter geschluckt haben. Am letzten Spieltag der Fußball-Oberliga verlor der souveräne Meister mit 1:2 beim SV Hönnepel-Niedermörmter.

Damit geht eine großartige Serie zu Ende: 26 Spiele hintereinander waren die Velberter in der Oberliga Niederrhein ungeschlagen geblieben, im 27. Spiel hat es sie dann doch erwischt. Damit war ein Teil der Zielvorgabe für das Saisonabschluss-Spiel verfehlt. Einen anderen Teil hat die Mannschaft von Trainer Andre Pawlak allerdings erreicht. Sie wollte unbedingt noch die Hundert-Tore-Marke knacken.

99 Treffer hatten sie schon geschossen, das sollte doch in der finalen Partie zu schaffen sein. Und nach gut einer halben Stunde Spielzeit war es dann auch soweit: Milko Trisic erzielte den Führungstreffer für die Velberter und stockte damit das meisterliche Torkonto auf die dreistellige Zahl auf.

Mit zwei ehemaligen Velbertern

Mehr wurden es dann allerdings auch nicht. Die Gastgeber machten dann die beiden weiteren Treffer in dieser Partie. Andre Trienenjost glich kurz vor der Pause aus und fünf Minuten vor Schluss erzielte Markus Heppke das Siegtor. Der ehemalige Spieler von Rot-Weiss Essen war für den ehemaligen Velberter Christian Mikolajczak eingewechselt worden.

Nebenbei bot der SV Hönnepel-Niedermörmter in Person von Benjamin Schüssler noch einen weiteren früheren SSVg-Regionalliga-Spieler auf. Am Ende konnte sich das Team aus Kalkar über einen Prestigegewinn freuen: Im Duell der Meister hatte Hönnepel gewonnen. 2104 hatte nämlich Niedermörmter Platz eins in der Oberliga geholt (und dann auf den Aufstieg verzichtet), 2015 sind nun die Velberter Meister geworden. Sie steigen allerdings mit großer Begeisterung auf — weshalb sie diese letzte Niederlage leicht verschmerzen können.

Dieses 1:2 kann die überragende Bilanz nämlich überhaupt nicht schmälern. 100:38 Tore und 80 Punkte in 34 Spielen sind für die Oberligen in der gesamte Republik eine Hausnummer. Und allein angesichts des Vorsprungs vor dem Verfolger wird klar, wie verdient der Aufstieg ist. Der Tabellenzweite Wuppertaler SV kämpft sich nämlich mit satten elf Punkten Rückstand auf den Nachbarn über die Ziellinie.