SSVg Velbert ist auch Meister beim Feiern

Blumen und Konfetti für den Champion: Bei der Ehrung für den Meister der Oberliga lässt sich die SSVg Velbert in der Christopeit Sport-Arena feiern
Blumen und Konfetti für den Champion: Bei der Ehrung für den Meister der Oberliga lässt sich die SSVg Velbert in der Christopeit Sport-Arena feiern
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Oberligist SSVg Velbert nutzt das letzte Heimspiel der Saison zur großen Aufstiegsparty. Der Verband ehrt die Meistermannschaft, die gegen Krefeld 3:1 gewinnt.

Velbert..  Wie passend: Ein Feiertag entfesselte die Aufstiegsfeierlichkeiten bei der SSVg Velbert. Am zweiten Pfingsttag machte der souveräne Spitzenreiter der Fußball-Oberliga mit dem 4:2-Auswärtssieg bei der Reserve des MSV Duisburg sein Meisterstück, besiegelte damit den vorzeitigen Aufstieg in die Regionalliga und startete damit die blau-weißen Festwochen, die nun im letzten Saison-Heimspiel gegen den VfR Krefeld-Fischeln ihren Höhepunkt erlebten.

Schließlich stand in der Christopeit-Sport-Arena die offizielle Meisterehrung durch den Fußball-Verband ebenso auf dem Programm wie die gemeinsame Aufstiegsparty von Mannschaft, Fans und Verein.
Die Spieler ließen sich dabei nicht lumpen und trugen gleich in doppelter Hinsicht zur Stimmung bei. Erstens als Team, das wie ein Meister auftritt und auch das Zugaben-Spiel gegen Krefeld-Fischeln so ernst nimmt, dass es verdient mit 3:1 (2:0) gewinnt. Zweitens als Team, das auch zu feiern versteht und zusammen mit den Fans auf der Partybühne Siegesgesänge, Tänze und Stimmungslieder zum Besten gibt.

Seraphina heizt auf der Bühne ein

Es passte einfach alles, selbst Rosen in Blau und Weiss hatte ein Sponsor zur Meistehrung, die kurz vor dem Anpfiff auf dem Platz stattfand, unter den Fans verteilt. Lediglich eine Meisterschale oder ein Pokal für den souveränen Champion der abgelaufenen Spielzeit gab es nicht. „So was ist in der Oberliga leider noch nicht vorgesehen, aber wir arbeiten dran“, sagte Staffelleiter Clemens Lüning. Der verdienstvolle Funktionär das Fußballverbandes Niederrhein überreichte SSVg-Kapitän Marius Schultens stattdessen eine Siegerurkunde. Das reichte aber auch schon: Als ob die Mannschaft gerade einen wertvollen Pokal bekommen habe, brach sie in großen Jubel aus, während die Konfetti-Kanonen abgefeuert wurden.

Lüning sowie die Fußballkreis-Vertreter Marco Ohl und Stefan Langerfeld betonten, wie verdient der Velberter Aufstieg in die Regionalliga sei und gaben dem Erfolgsteam als Ansporn für die neue Saison einen Anti-Abschiedsspruch mit auf den Weg: „Lasst euch so schnell nicht wiedersehen!“ Da haben die Fans eh keine Bedenken. Wie in den vergangenen Wochen wiederholten sie ihren Triumph-Gesang: „Nie mehr, nie mehr — Oberliga, nie mehr!“

Gesang war denn auch das Stichwort für den weiteren Gang der Party nach dem Abpfiff des Spiels. Auf der Bühne präsentierte die SSVg ihren Stargast aus der Superstar-Szene: Die Sängerin Seraphina, die es bei der jüngsten „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel“ bis ins Halbfinale gebracht hatte. Als Solistin und als Teamplayerin mit der feierfreudigen Mannschaft gab sie alles — nach dem Auftritt auch Autogramme.

Als die Mannschaft dann von Seraphina ihren Lieblingssong von der „Schwarzen Natascha“ verlangte, machte die Sängerin auch mit, legte dabei aber kurz eine Pause ein — die Spieler sangen dann das Natascha-Lied einfach selbst. So hat sie es die ganze Saison gemacht: Ohne groß auf andere zu schauen, einfach das eigene Ding durchgezogen.

Und das will die SSVg Velbert am letzten Spieltag der Saison, wenn es in einer Woche zum Vorjahresmeister SV Hönnepel-Niedermörmter geht, auch: Noch einmal den Beweis antreten, dass sie trotz leichter Schwächung durch die Teilnahme ein verschiedenen Feierlichkeiten stark genug ist, ihre Saisonziele zu erreichen.