SSVg Velbert im Torrausch

Nicht zu halten war SSVg-Torjäger Hüzeyfe Dogan (links). Der Ex-Profi erzielte im Spiel bei VDS Nievenheim gleich vier Tore.
Nicht zu halten war SSVg-Torjäger Hüzeyfe Dogan (links). Der Ex-Profi erzielte im Spiel bei VDS Nievenheim gleich vier Tore.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Oberliga-Spitzenreiter feiert einen 7:0-Auswärts-Triumph bei VDS Nievenheim. Torjäger Hüzeyfe Dogan schafft dabei einen echten Hattrick in nur 22 Minuten

Dormagen.. VDS Nievenheim -
SSVg Velbert 0:7 (0:3)

SSVg: Sprenger - Zumbé, Andersen, Pappas, Mondello, Zander, Hagemann (65. Raudino), Tumanan (71. Trisic), Dogan, Müller, Schmidt (78. Mühlhause).
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Dogan (10., 13., 32.), 0:4 Raudino (66.), 0:5 Dogan (67.), 0:6 Pelzer (72. Eigentor), 0:7 Müller (73.). - Schiedsrichter: Jan Oberdörster. - Zuschauer: 300.

Spitzenreiter SSVg Velbert holte zwar in den letzten Wochen Sieg auf Sieg, wirkte aber in manchen Spielen mitunter etwas wackelig. Mehrfach musste ein Rückstand aufgeholt werden, vergangene Woche hinterließ der Oberligist beim mühseligen 3:1 über den SV Sonsbeck in der zweiten Halbzeit keineswegs einen souveränen Eindruck.

Doch die Hoffnungen der Konkurrenz, dass sich der Tabellenführer tatsächlich mal eine Blöße gibt, erhielten nun einen erheblichen Dämpfer: Mit einem 7:0-Auswärtserfolg und der dazu gehörigen Top-Leistung beim VDS Nievenheim sendete die SSVg ein eindeutiges Signal: „Wir lassen nicht nach und nehmen jeden Gegner ernst“, umschrieb es Trainer Andre Pawlak, der in der Vorwoche noch einige kritische Anmerkungen zum Sonsbeck--Spiel gemacht hatte. „Diesmal habe ich gar nichts zu meckern. Die Mannschaft hat einen tollen Job gemacht“, lobte der Trainer.

Früh für klare Verhältnisse gesorgt

Vor allem Torjäger Hüzeyfe Dogan erledigte seinen Job, das Toreschießen, mit großem Eifer. Gleich viermal netzte der begnadete Techniker ein, für seine ersten drei Tore benötigte er gerade mal 22 Minuten. Damit schaffte er nicht nur einen lupenreinen Hattrick in rekordverdächtiger Zeit, sondern er verschaffte seinem Team damit die beruhigende Führung. „Das war auch der Plan: Früh Druck zu machen, möglichst früh in Führung zu gehen, um dann Sicherheit zu haben“, erläuterte André Pawlak.

Mit der 3:0-Führung ging es in die Kabine. Vor einer Woche hatte sein Team mit 2:0 geführt. Damals hatte der Trainer in der Pause gefragt: „Wollt ihr es Euch schön, oder schwer machen?“ Gegen Sonsbeck hatten sich die Spieler für die zweite Variante entschieden, den Gegner durch unkonzentriertes Spiel aufgebaut und es unnötig spannend gemacht. „Diesmal wählte meine Mannschaft die erste Variante und spielte druckvoll und konzentriert weiter. So kam dann das schöne Spiel zu Stande“, fand Pawlak, der das Torschießen zudem mit seinen Einwechslungen noch einmal in Fahrt brachte: Kaum war Giuseppe Raudino auf den Platz gelaufen, da erzielte er schon das 5:0. Und der gerade eingewechselte Milko Trisic erzwang mit seiner guten Aktion praktisch das 6:0 durch ein Eigentor von Nievenheims Pelzer.

Am Ende hätte das Ergebnis sogar zweistellig ausfallen können. Die Velberter spielten sich gegen die wackeren, aber überforderten Gastgeber noch eine Reihe weiterer Chancen heraus. Mehrere aussichtsreiche Aktionen wurden zudem wegen Abseits abgepfiffen. „War zwar meist kein Abseits, aber was soll’s. So ein Spiel muss man erst mal 7:0 gewinnen“, resümierte Trainer André Pawlak.

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) geht die Auswärtstournee weiter, dann steht das Gastspiel in Grevenbroich beim SC Kapellen-Erft auf dem Plan.