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SSVg Velbert hat gegen SV Lippstadt eine Nasenspitze Vorsprung

07.06.2012 | 19:45 Uhr
Die SSVg Velbert feiert den Siegtrefffer von Marko Onucka im Heimspiel gegen den SV Lippstadt. Foto: Hartwig Sellmann

Velbert.   Velberter legen im Hinspiel der Aufstiegs-Relegation gegen den SV Lippstadt einen 2:1-Sieg vor. In Überzahl war aber ein höheres Ergebnis drin.

SSVg: Schmahl - Grallert (83. Kneifel, 88. Seidel), Schweer, Yilmaz, Mikolajczak - Nachtigall (70. Meißner), Zent - Janas, Kaya, Tumanan - Onucka.
Lippstadt: Liesemann - Schulte, Fischer-Riepe, Pahlke, Riemer - Engeln, Erdogmus (85. Dyballa) - Schröder (70. Schröder), Maier (89. Henke), Jevric - Traufetter.
Tore: 0:1 Traufetter (36.), 1:1 Onucka (40.), 2:1 Onucka (74.). - Rote Karten: Jevric (18. wg. Nachtretens), Traufetter (77. wg. Tätlichkeit). - Schiedsrichter: Glasmacher (Alsdorf). - Zuschauer: 1500.

Die SSVg Velbert geht mit einem Sieg im Rücken in das Rückspiel der Regionalliga-Relegation. Im Hinspiel bezwang der Fußball-NRW-Ligist in der heimischen Christopeit Sport Arena den tüchtigen Meister der Westfalenliga, den SV Lippstadt, mit 2:1 (1:1). Am kommenden Sonntag steigt um 15 Uhr im Lippstädter Stadion am Waldschlösschen das Rückspiel. Dann fällt die Entscheidung über den Aufstieg.

Die SSVg hat dabei eine bessere Ausgangsposition verpasst. Denn sie spielte in der temperamentvollen Partie vor rund 1500 Zuschauern ab der 18. Minute in Überzahl. Der Lippstädter Ardian Jevric hatte gegen SSVg-Verteidiger Björn Grallert, von dem er zunächst gefoult worden war, nachgetreten und flog deshalb vom Platz.

SSVg Velbert - SV Lippstadt

In den letzten zwölf Minuten waren die Velberter sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Rasen, denn der Lippstädter Stürmer Björn Traufetter hatte sich ebenfalls die Rote Karte eingehandelt: Er nahm ein Foul von Niklas Schweer zum Anlass, sich lautstark zu beschweren und dabei seinen Gegenspieler mit dem Ball zu bewerfen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Lippstädter bereits 1:2 zurück. Mit neun gegen elf blieb ihnen nichts anderes übrig, als diesen knappen Rückstand zu halten, was ihnen mit einer enormen Kraftanstrengung auch gelang.

Was die klaren Chancen angeht, waren die Lippstädter damit gut bedient. So hatten sie in der zweiten Halbzeit zweimal großes Glück: Zunächst traf SSVg-Torjäger Sebastian Janas, der von Spielmacher Markus Kaya mit einem genialen Pass freigespielt worden war, nur den Pfosten und später landete ein Kopfball von Marko Onucka ebenfalls am Torgestänge.

Umstrittener Schiedsrichter

Überhaupt waren die Velberter nach dem ersten Platzverweis für die Lippstädter am Drücker. Auch in der ersten Halbzeit spielten sie sich einige gute Chancen heraus, wirkten aber im Abschluss nicht durchschlagskräftig genug. Bezeichnend: Als Sebastian Janas bei einer guten Chance scheiterte, erzielten die Lippstädter im direkten Gegenzug das Führungstor. Nach einem Steilpass in den ganz freien Raum lief Mittelstürmer Björn Trautfetter alleine auf Torwart Julian Schmahl zu und nutzte die Chance gekonnt und entschlossen aus.

Die SSVg ließ sich aber nicht aus dem Rhythmus bringen und griff weiter an: Nur vier Minuten später erzielte Marko Onucka den Ausgleich. Stephan Nachtigall hatte einen Eckball von Christian Mikolajczak mit dem Hinterkopf verlängert und der Mittelstürmer wuchtete den Ball aus kurzer Entfernung mit der Stirn ins Netz.

Lippstadt verliert in Velbert

Ähnlich fiel das Siegtor: Diesmal gab Markus Kaya einen stark angeschnittenen Freistoß herein und Marko Onucka verlängerte den Ball unhaltbar für den langen Lippstädter Keeper Damian Liesemann ins Tor. Das war der Sieg. Sicherlich verdient, wie auch der Lippstädter Trainer Daniel Farke erklärte. Er wertete zwar beide Roten Karten für sein Team als ungerecht, weil „zu hart“. Das hinderte ihn aber nicht, seinem Kollegen von der SSVg, Lars Leese, zu einer guten Leistung des Velberter Teams und zu einem verdienten Sieg zu gratulieren.

Dass dieser Sieg etwas knapp ausgefallen ist, bringt Leese dabei nicht aus der Ruhe: „Wir haben eine Nasenspitze Vorsprung. Aber damit können wir leben.“ Seine Mannschaft sei stark genug, auch im Rückspiel etwas zu reißen. „Uns war eh klar, dass Lippstadt eine gute Mannschaft hat und dass die Entscheidung erst im zweiten Spiel fällt. Aber wir sind stark genug, dass sie zu unseren Gunsten ausfallen kann!“

Ulrich Tröster



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