SSVg Velbert: Gelungener Auftakt im Glutofen

Der erste SSVg-Treffer nach der Sommerpause ist gefallen.  Torschütze Kevin Hagemann jubelt, die Kölner Fortunen sehen zerknirscht aus.
Der erste SSVg-Treffer nach der Sommerpause ist gefallen. Torschütze Kevin Hagemann jubelt, die Kölner Fortunen sehen zerknirscht aus.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Regionalliga-Aufsteiger SSVg Velbert zeigt beim 1:2 gegen die Profis von Fortuna Köln im ersten Testspiel nach der Sommerpause eine ansprechende Leistung.

Velbert.. SSVg Velbert -
SC Fortuna Köln 1:2 (1:1)

SSVg: Sprenger (60. Kreil) - Schlösser (46. Zumbe), Andersen, Winking, Mondello (46. Trisic) - Zander (46. Sealiti), Zent (46. Müller) - Hagemann (46. Raudino), Canbulut (65. Waßmann), Tumanan (65. Abdel Hamid) - Rodriguez-Diaz (46. Schmidt)
Tore: 1:0 Hagemann (4.), 1:1 Königs (7.), 1:2 Koruk (57.).

Schiedsrichter Kevin Domnick pfeift das Freundschaftsspiel zwischen dem Regionalligisten SSVg Velbert und den Profis des SC Fortuna Köln ab und es gibt reichlich Applaus aus dem Lager der Velberter — obwohl sie gerade mit 1:2 (1:1) verloren haben.

Doch die Zuschauer im Velberter Sportzentrum und der SSVg-Mannschaftstross an der Seitenlinie applaudieren einmütig und kräftig, auch Trainer Andre Pawlak sieht sehr zufrieden aus: Denn angesichts der schwierigen Bedingungen im Glutofen an der Röbbeck war gerade ein munteres und ansehnliches Spielchen zu Ende gegangen — und die Velberter hatten dazu einen erheblichen Teil beigetragen.

Explosive Anfangsminuten

Pawlak hatte seiner Mannschaft vor dem Härtetest gegen den Drittligisten eingeschärft: „Ich will eine mutige Mannschaft sehen, die etwas nach vorne versucht und aufs Tor schießt.“ Und sein Team schoss nicht nur drauf, sondern prompt hinein. Es waren kaum vier Minuten rum, da gab Rechtsaußen Kevin Hagemann eine Kostprobe seines explosiven Antritts, spielte Doppelpass mit Diego Rodriguez-Diaz und überwand mit einem Schuss aus dem Lauf heraus den tüchtigen Fortuna-Keeper Andre Poggenborg.

Allerdings hatten die Kölner sogleich die passende Antwort in Form eines ebenso schönen Treffers parat: Auf der rechten Abwehrseite war die SSVg etwas desorientiert, was Marco Königs zu einem unhaltbaren Schuss ins Eck nutzte. 1:1 nach gerade mal sieben Minuten.

Und so ging es weiter: Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, die Kölner kamen weiter zu guten Chancen, die SSVg hielt aber immer ordentlich dagegen. So hätten Massimo Mondello und Jeffrey Tumanan, der einen Freistoß knapp daneben setzte, für die SSVg treffen können. Und auch nach der Pause, als Pawlak fleißig wechselte und vielen jungen Spielern eine Chance gab, sah das Spiel der Velberter gut aus.

Zwar nutzte der Kölner Serhat Koruk eine Unachtsamkeit in der SSVg-Abwehr bereits in der 57. Minute zum 1:2. Doch angetrieben von den schönen Pässen von David Müller suchten die Velberter immer wieder den Weg zum gegnerischen Tor und spielten sich einige große Chancen heraus.

So verpasste Mittelstürmer Dennis Schmidt nur knapp und Verteidiger Tim Winking bot sich kurz vor Schluss freistehend die Riesenmöglichkeit, doch sein Volleyschuss missglückte – kein Wunder eigentlich, denn er war neben Niklas Andersen der einzige, der bei den Sahara-Temperaturen durchspielen musste. Zuvor hatte der Zugang einen starken Eindruck hinterlassen, ebenso wie die neuen Offensivspieler Canbulut und Diaz.

Kurz danach war Schluss und Pawlak holte sich wieder seine Spieler zusammen: „Insgesamt war ich sehr zufrieden — vom Ergebnis mal abgesehen. Wir haben gegen einen starken Gegner gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Darauf können wir aufbauen, Männer!“