SSVg Velbert fehlt nur noch ein Punkt

Die Erlösung: Nachdem Niklas Andersen die Latte getroffen hatte, köpft Philipp Schmidt den Abpraller ein.  Der Ball war aber zuvor schon über der Linie gewesen.
Die Erlösung: Nachdem Niklas Andersen die Latte getroffen hatte, köpft Philipp Schmidt den Abpraller ein. Der Ball war aber zuvor schon über der Linie gewesen.
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Oberliga-Spitzenreiter SSVg Velbert baut den Vorsprung mit dem 2:1-Erfolg über Turu Düsseldorf weiter aus.Aus den letzten drei Spielen braucht das Pawlak-Team nur noch einen Punkt zum Aufstieg.

Velbert.. SSVg Velbert -
Turu Düsseldorf 2:1 (1:1)

SSVg: Sprenger - Zent, Schultens, Andersen, Mondello (8. Trisic) - Zander, Müller - Schlösser (46. Hagemann), Dogan (68. Zumbe), Tumanan - Schmidt.
Tore: 1:0 Müller (33.), 1:1 Dertwinkel (45. Foulelfmeter), 2:1 Andersen (67.). - Gelb-Rote Karte: Zent (69. wg. wiederholten Foulspiels). - Schiedsrichter: Rene Katernberg. - Zuschauer: 700.

Der Aufstieg ist vertagt — aber lange wird er sich nicht mehr aufschieben lassen. Dazu ist die SSVg Velbert ist einfach zu stark.

Mit dem 2:1-Sieg über Turu Düsseldorf baute der Spitzenreiter seinen Vorsprung in der Tabelle der Fußball-Oberliga auf neun Punkte aus, weil Verfolger Wuppertaler SV abermals patzte. Der Tabellenzweite kam über ein 0:0 bei Germania Ratingen nicht hinaus.

Hätten die Zoostädter verloren, wäre die SSVg bereits jetzt aufgestiegen. So aber benötigt sie aus den letzten drei Spielen noch einen einzigen Punkt, dann ist der Sprung in die Regionalliga perfekt. Trainer André Pawlak und die SSVg-Verantwortlichen wehren offiziell aber weiter konsequent alle voreiligen Glückwünsche ab. Das Strahlen von Pawlak in der Pressekonferenz und sein Statement: „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir das nun doch nicht schaffen sollten“, sind aber deutlich genug. Und sie beschreiben nur das, was offensichtlich ist.

Hartes Stück Arbeit gegen Turu

Theoretisch könnten sich die Velberter sogar erlauben, die letzten drei Spiele alle zu verlieren – wenn die Ergebnisse nicht zu hoch ausfallen. Denn sie haben neben den neun Punkten Vorsprung auch noch das deutlich bessere Torverhältnis. „Aber keine Sorge, diesen einen Punkt werden wir holen“, unterstrich Pawlak, dessen Team gerade wieder einmal drei Zähler eingefahren hatte – durch einen hart erkämpften Sieg, wie er zugab. Denn Düsseldorf hatte es dem Favoriten bis zum Schluss schwer gemacht. Turu-Trainer Frank Zilles fand gar, dass der Unterschied nicht so gravierend war, als dass sein Team hätte verlieren müssen. Das fand sein Kollege Pawlak nicht: „Aufgrund der Chancen geht ein Tor Unterschied schon in Ordnung“. Dass es eng war, stritt er aber nicht ab.

Dabei hatte sein Team zunächst die Trümpfe in der Hand. Durch einen Handelfmeter von David Müller waren die Velberter in Führung gegangen, danach ließen sie einige gute Chancen aus, das Ergebnis zu erhöhen. Müller hatte dabei Pech, als sein direkter Freistoß ans Lattenkreuz krachte. Doch eine verunglückte Abwehraktion von Torwart Philipp Sprenger führte kurz vor dem Pausenpfiff zu einem Foulelfmeter, den Patrick Dertwinkel verwandelte.

Das tat dem Selbstbewusstsein der Gäste gut. In der zweiten Hälfte hätten sie bei einem Konter über den Ex-Velberter Saban Ferati fast das 2:1 erzielt. Doch praktisch im Gegenzug schlug die SSVg zurück. Eine gefühlvoll herein gebrachte Freistoßflanke von David Müller beförderte Niklas Andersen ebenso sehenswert per Kopf unter die Latte, von dort prallte der Ball ein paar Zentimeter hinter die Torlinie, Philipp Schmidt setzte nach und beförderte den Ball endgültig ins Netz.

Doppelt genäht hält eben besser. Allerdings: Der Ball war schon vorher drin, das 2:1 geht auf die Kappe von Innenverteidiger Niklas Andersen, der einmal mehr bewies, dass er zu den wichtigsten Spielern seines Teams in dieser Saison zählt.

Zwar flog ein paar Minuten später Erhan Zent wegen Foulspiels mit gelb-rot vom Platz und Turu drückte noch einmal. Doch die Velberter ließen sich nichts mehr vormachen und hätten bei etwas Glück im Konter sogar auf 3:1 erhöhen können.

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