SSVg Velbert: Aufstiegsexpress rollt unaufhaltsam

Obenauf im Spiel und in der Liga: David Müller und die SSVg Velbert bauten die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga weiter aus.
Obenauf im Spiel und in der Liga: David Müller und die SSVg Velbert bauten die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga weiter aus.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Oberliga-Spitzenreiter SSVg Velbert gewinnt auch das Auswärtsspiel in Baumberg mit 5:1, während Verfolger Wuppertal ein weiteres Mal patzt und den Anschluss verliert.

Monheim.. Spfr. Baumberg -
SSVg Velbert 1:5 (1:2)

SSVg: Sprenger - Zent (76. Raudino), Schultens, Andersen, Mondello (68. Trisic) - Zander, Müller - Schlösser, Dogan (80. Mühlhause), Tumanan - Schmidt.
Tore: 0:1 Schmidt (7. ), 1:1 Becker (27.) 1:2 Dogan (32.), 1:3 Schlösser (51.),
1:4 Zent (66.), 1:5 Schmidt (84.). - Schiedsrichter: Benjamin Keck (Meerbusch). - Zuschauer: 150.

Der Aufstiegsexpress der SSVg Velbert rollt anscheinend unaufhaltsam in Richtung Endstation, über der das Schild „Regionalliga“ hängt. Am gestrigen Sonntag ist der Oberliga-Spitzenreiter dem großen Ziel wieder erheblich näher gekommen. Denn während die Velberter ihr Auswärtsspiel mit 5:1 bei den Sportfreunden Baumberg gewannen, fiel Verfolger Wuppertaler SV weiter zurück. Der Tabellenzweite leistete sich eine 0:2-Heimpleite gegen den vom Abstieg bedrohten Essener Traditionsverein ETB Schwarz-Weiß.

Damit hat der WSV im Moment zehn Punkte Rückstand. Voraussichtlich wird der Abstand am grünen Tisch noch etwas geringer, weil der Protest der Wuppertaler gegen die verlorene Partie bei RW Oberhausen II offensichtlich berechtigt ist (ein RWO-Spieler hätte nicht eingesetzt werden dürfen). Aber dann sind es immer noch sieben Punkte Abstand — und dem WSV gehen allmählich die Spiele aus, es sind nämlich nur noch vier.

Noch zwei Siege aus vier Spielen

Das heißt für die Velberter: Aus diesen letzten vier Spielen benötigen sie noch zwei Siege, dann sind sie durch — egal, wie in den anderen Stadien gespielt oder in den Spruchkammern verhandelt wird. Und genau darauf schwört SSVg-Trainer Andre Pawlak die Mannschaft ein: „Klar war das ein erfreulicher Spieltag für uns. Aber wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen. Dazu gehört, dass wir uns nicht lange mit dem 5:1-Sieg in Baumberg aufhalten, sondern uns voll auf das Heimspiel am Sonntag gegen Turu Düsseldorf konzentrieren. Das wollen wir unbedingt gewinnen.“

Geht sein Team mit der gleichen Sorgfalt an diese Pflichtaufgabe wie jüngst in Baumberg, braucht es dem Trainer nicht bange zu sein.

Sein Team war von Anfang an voll konzentriert bei der Sache und machte den Gastgebern durch konsequentes Pressing das Leben schwer. Folge des Drucks waren gute Chancen und die 1:0-Fühtung durch Philipp Schmidt. Lediglich eine einzige schwächere Phase leisteten sich die Velberter. Da ließen sie, vielleicht von der eigenen Überlegenheit verführt, die Konzentration vermissen. Prompt kamen die Gastgeber in der 27. Minute zum Ausgleich, weil die SSVg bei einem Freistoß nicht aufgepasst hatte. Kurz danach wären die Baumberger fast sogar in Führung gegangen.

Doch nur fünf Minuten nach dem 1:1 stellte Torjäger Hüzeyfe Dogan mit dem 2:1 die Weichen wieder auf Sieg. „Dennoch: Das waren zehn Minuten, die mir gar nicht gefallen haben. Deswegen habe ich in der Pause noch mal ausdrücklich gewarnt und an das Spiel beim SC Kapellen erinnert“, sagte Pawlak. Ein erneuter Punktverlust komme nicht Frage. Der Trainer wurde erhört. Seine Mannschaft ließ im zweiten Durchgang nicht locker, erhöhte durch Christian Schlösser und Erhan Zent auf 4:1 und hatte damit frühzeitig alles geklärt. In den letzten 20 Minuten konnte sie sich daher ein wenig für das nächste Spiel gegen Düsseldorf schonen. Dennoch schaffte sie sogar fünf Minuten vor Schluss durch Schmidt auch noch ein fünftes Tor als Zugabe.