SSVg Heiligenhaus gleich hart geprüft

Der Spitzenreiter greift wieder an. Die Spieler der SSVg Heiligenhaus  geben ihren leicht verspäteten Jahreseinstand.
Der Spitzenreiter greift wieder an. Die Spieler der SSVg Heiligenhaus geben ihren leicht verspäteten Jahreseinstand.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Bezirksliga-Spitzenreiter SSVg 09/12 tritt im ersten Spiel des Jahres beim Dritten Vohwinkel an. Gipsy Bestler gibt Einstand bei SSVg Velbert U 23

Niederberg..  Jahresauftakt für den Spitzenreiter. Der gerade erst mit einem neuen Kunstrasen versehene Sportplatz Lüntenbeck bietet den passenden Rahmen für das Spitzenspiel der Bezirksliga, wenn der Tabellendritte FSV Vohwinkel auf den Spitzenreiter SSVg 09/12 Heiligenhaus trifft.

Da das Spiel seiner Mannschaft frühzeitig abgesagt wurde, nutzte SSVg-Trainer Mesut Güngör in der vergangenen Woche die Gelegenheit, die Wuppertaler im letzten Testspiel gegen den Landesligisten SC Cronenberg zu beobachten. „Da kommt eine brutal schwere Aufgabe auf uns zu“, lautete die Erkenntnis des Heiligenhauser Coachs. Zwar unterlag der Bezirksligist knapp mit 2:3 gegen den klassenhöheren Ortsrivalen, doch diese Niederlage bezeichnete Mesut Güngör allerdings als ungerecht.

Güngör beobachtet Konkurrenten

„Der FSV hat eine bärenstarke Truppe, der man ansieht, dass sie heiß darauf ist, im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitzusprechen. Mich haben vor allem die Laufbereitschaft und die Zweikampfstärke beeindruckt“, meinte der SSVg-Trainer und fügte hinzu: „Der Platz hat jetzt einen richtig tollen Teppich, da bekommt man sofort Lust, Fußball zu spielen. Wer auf diesem Platz keine Leistung abruft, ist kein Fußballer. Ich freue mich jedenfalls riesig auf die Partie.“
Allerdings kann er nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Neben dem verletzten Stefan Prengel fällt der beruflich verhinderte Henning Kawohl aus. Hicham Es-Sassi wird nicht im Aufgebot stehen, da er in dieser Woche nicht trainieren konnte. Kapitän Hidayet Aydogan und sein Cousin Iskender sind angeschlagen, werden aber dem Kader angehören. „Wir fahren mit Respekt, aber ohne Angst dort hin. Wichtig ist, dass wir gut spielen und alles geben, dann sehen wir mal, was dabei herauskommt“, sagt Trainer Mesut Güngör.

SSVg U23 erwartet Wermelskirchen

Eigentlich wollte SSVg-Urgestein Michael „Gipsy“ Bestler ja eine Fußballpause einlegen, doch dieser Vorsatz hat nicht lange gehalten. Bereits im Winter wurde er gefragt, ob er nicht als Spieler bei der U 23 aushelfen könnte, da er ja noch fit und der Kader so klein sei.

„Ich habe zugesagt, am Training teilzunehmen, wenn ich Zeit habe und zu spielen, wenn Not am Mann ist“, berichtet der ehemalige Innenverteidiger, der dann die komplette Vorbereitung wieder dabei war. Und als er nun gebeten wurde, für den beurlaubten Markus Hierling das Traineramt zu übernehmen, ließ er sich auch nicht lange bitten. „Die Zeit war jetzt natürlich knapp, es blieben gerade einmal zwei Trainingseinheiten, die Mannschaft auf die anstehende schwere Aufgabe vorzubereiten“, stellt er vor der Partie gegen den SV Wermelskirchen, der derzeit einen Abstiegsplatz belegt, klar. Den Gegner kann und will er aber nicht einschätzen. „Mir ist egal, wie die spielen, das interessiert mich nicht. Wichtiger ist, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren. Die Mannschaft hat genügend Qualität, sie muss sie nur auf den Platz bringen.“ Auf jeden Fall will er aber das System ändern. Während Markus Hierling es manchmal mit einer Dreier-Abwehrkette versuchte, wird er hinten immer mit vier Spielern verteidigen lassen. „Aber das System ist letztlich nicht so wichtig, in unserer Situation kommt es viel mehr auf die Einstellung an.“

TVD reist zum TV Dabringhausen

Nach der jüngsten Niederlage zum Rückrundenauftakt gegen den VFB Solingen hat das Team des TVD Velbert nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone. Und ausgerechnet jetzt steht die Auswärtspartie beim TV Dabringhausen an, der zum Verfolgertrio des Spitzenreiters SSVg Heiligenhaus gehört und sich noch Titelchancen ausrechnet. „Das ist eine richtig gute Mannschaft“ weiß Rosario Sparacio, der Trainer der Dalbecksbäumer. Mit den Leistung aus der Vorwoche wird sein Team dort wenig zu bestellen haben. „Wir haben aber die Woche genutzt, den Ãrger über die unnötige Niederlage zu verdauen und die Köpfe wieder hoch zu bekommen. Wir befinden uns im Abstiegskampf, da geht es nur über den Kampf“, appelliert der Trainer an die Einstellung seiner Spieler.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet ihm dagegen die wieder aufgetretene Verletzungsmisere: „Mit Andreas Nitas wollten wir uns im Winter gezielt verstärken und er hat in der Vorbereitung alle Erwartungen erfüllt. Da tut sein Ausfall aufgrund der Knieverletzung natürlich richtig weh. Aber wir haben auch noch genug gute Leute und müssen einfach weiter kämpfen“, fordert er und hofft, dass zumindest Leo Lange, der sich gezerrt hatte, wieder mitwirken kann. „Wir fahren auch nicht die weite Strecke, um die Punkte abzuliefern, kündigt der Coach an

SC II erwartet WSV-Reserve

Zum Auftakt des Bezirksliga-Spieltages steigt bereits um 13 Uhr die Partie der Zweitvertretungen des SC Velbert und des Wuppertaler SV. Während die Schwebebahnstädter bereits 13 Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz aufweisen, haben die Clubberer sechs Zähler Vorsprung darauf.

Auch wenn die Tabellensituation den Platzherren klar die Favoritenrolle zuzuweisen scheint, gibt sich SC-Trainer Sascha Behnke vorsichtig. „Der WSV hat im Winter zehn Neue geholt und ist für mich eine echte Wundertüte. Letztlich ist das eine ganz neue Truppe.“ Im Auftaktspiel der Rückrunde holten die Wuppertaler einen Punkt beim SV Jägerhaus Linde, doch eigentlich zählen für sie nur Siege, um den Anschluss zu finden. Womöglich werden sie auch aus dem Oberligakader verstärkt, da der Verein Wert darauf legt, die „Zweite“ nach dem Abstieg aus der Landesliga zumindest in der Bezirksliga zu halten.

Dagegen wird die Zahl der Spieler aus dem Landesligaaufgebot beim SC diesmal überschaubar bleiben. Zum Einen, weil zuletzt sechs bzw. neun Leute von „oben“ nicht ausreichten, Niederlagen gegen TVD Velbert und Sudberg zu verhindern, zum Anderen, weil die „Erste“ selbst im Einsatz ist. So könnte es personell etwas eng werden, denn aus dem über den Winter geschrumpften Kader fehlen neben Hüseyin Kalayci (Urlaub) auch die verletzten Michel Rivero Sosa und Tobias Schäfer. dennoch: Mit einem Sieg könnten die Clubberer wohl einen Konkurrenten fast schon zum Abstieg verurteilen und sich selbst Luft verschaffen