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SSVg hechelt den Zebras hinterher

11.11.2012 | 22:22 Uhr
SSVg hechelt den Zebras hinterher
SSVg-Verteidiger Dimitrios Pappas stoppt dem MSV-Stürmer Marcel Kalski.. Foto: Michael Dahlke / WAZ FotoPool

Duisburg.  Velberter Regionalligist handelt sich eine 0:4-Niederlage in Duisburg ein. Ein umstrittener Elfmeter und ein berechtigter Platzverweis geben den Ausschlag

MSV Duisburg U 23 -
SSVg Velbert 4:0 (1:0)

SSVg: Lenze - Zent (72. Onucka), Schweer, Pappas, Mondello - Gebauer (84. Kosmala), Mikolajczak (84. Yilmaz), - Tumanan, Kaya, Ferati - Janas.
Tore: 1:0 Tsourakis (9.), 2:0 Hennen (60.), 3:0 Wolze (71.), 4:0 Tsourakis (75.).
Rote Karte: Tumanan (44. wg. Nachtretens). - Schiedsrichter: Benjamin Schäfer). - Zuschauer: 150.

Einen empfindlichen Rückschlag musste die SSVg Velbert in der Fußball-Regionalliga einstecken. Nach drei sieglosen Spielen in Folge wollte der Aufsteiger seine wackelnde Position im Mittelfeld der Tabelle wieder festigen und bei einem direkten Konkurrenten, der U 23 des MSV Duisburg, punkten. Doch die Velberter verloren das Spiel mit 0:4 und zudem ihren Mittelfeldspieler Jeffrey Tumanan durch Platzverweis.

Es begann bereits sehr unglücklich für die Velberter im Zebra-Nachwuchs-Zentrum in Meiderich. Bereits in der 8. Minute gab es einen Elfmeter gegen sie — Torwart Manuel Lenz soll den frei auf ihn zulaufenden Mike Hibbeln gefoult haben. Tatsächlich hatte er den Stürmer bei seiner Rettungsaktion berührt, zugleich aber eindeutig den Ball gespielt.

Manuel Lenz hält einen Elfmeter – doch der Nachschuss geht ins Tor

Zu allem Überfluss konnte Lenz dann auch noch den Elfmeter von Tanju Öztük abwehren, doch MSV-Mittelfeldspieler Athanasios Tsourakis schaltete schnell, erlief sich den abgeprallten Ball und schoss ihn zum 1:0 ins Tor.

Das gab den Zebras Aufwind. Marcel Kalski tauchte völlig frei vor Lenz auf, schoss den Ball aber bei dieser Riesenmöglichkeit neben das Tor. Allmählich arbeiteten sich dann aber auch die Velberter zurück ins Spiel, jedoch ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Saban Ferati, Dimtrios Pappas oder Tim Gebauer hatten den Ausgleich auf dem Fuß oder auf dem Kopf.

„Doch ausgerechnet in der Phase, als wir dabei waren, dass Spiel unter Kontrolle zu bekommen schienen, leistet uns ein Spieler einen Bärendienst“, schimpfte SSVg-Trainer Lars Leese. Denn Mittelfeldspieler Jeffrey Tumanan ließ sich durch ein Foulspiel von Öztürk provozieren und verpasste dem Duisburger unbeherrscht einen Tritt in die Beine. Der Ball war längst ganz woanders: Rote Karte wegen Nachtretens.

„Es war die zweite der beiden entscheidenden Situationen. Bei der ersten, dem Elfmeter, konnte man so entscheiden, musste aber nicht. Bei der zweiten, dem Platzverweis, musste man so entscheiden“, bilanzierte Lars Leese, der unabhängig vom Elfer gegen sein Team dem Schiedsrichter Benjamin Schäfer eine hervorragende Leistung bescheinigte. „Wir haben uns da überhaupt nicht zu beschweren, dass wir irgendwie benachteiligt worden seien.“ Vielmehr habe man sich selbst in Person von Tumanan den Nachteil verschafft, was Leese mit drastischen Worten anprangerte. „Werd’ mal klar im Kopf“, rief er dem „Sünder“ noch auf dem Platz entgegen. Das Ärgerliche für den Trainer dabei: Tumanan war erst vor drei Wochen gegen Schalke mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Ihn wird auch eine vereinsinterne Strafe erwarten.

Tumanans Rote Karte schwächt die Velberter erheblich

Die durch Tumanans Aussetzer verursachte Unterzahl erwies sich in der zweiten Halbzeit als großer Vorteil für die Gastgeber. Sie ließen nun klug den Ball laufen und erhöhten den Druck. Sicher half ihnen dabei auch die Verstärkung aus dem Profi-Kader. So waren Stephan Hennen, Xhelil Abdulla, Tanju Öztürk und Kevin Wolze dabei. „Zugleich haben wir auch alle noch mehr als in der ersten Halbzeit getan“, lobte MSV-Trainer Manfred Wölpper. Eine Profi-Kombination führte nach einer Stunde zum 2:0: Hennen köpfte die Kugel nach einem Eckball von Wolze ins Tor der Velberter, deren Widerstand nun erlahmte.

Der Druck der Zebras wurde immer stärker und zwang auch zuverlässige SSVg-Spieler zu Fehlern: Wolze ließ Massimo Mondello stehen und erzielte das 3:0, der bis dahin starke Christian Mikolacjzak ermöglichte Tsourakis mit einem Patzer gar das 4:0. Damit war die bislang höchste Saisonniederlage der SSVg perfekt.

Ulrich Tröster



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