Soufian Mendjel ist NABV-Meister der Junioren

Velbert..  Eigentlich kennt man die Sporthalle Birth nur als Arena, in der der Velberter BC seine Bundesliga-Kämpfe austrug. Jetzt stand die Halle ganz im Zeichen des Nachwuchses, der um die Trophäe des Jugend-Meisters des Niederrhein Amateur Boxverbandes (NABV) boxte.

Nach dem Rückzug vom Ligasport hat das VBC-Management neue Schwerpunkte gesetzt und konzentriert sich auf die eigene Jugend. Man will organisch wachsen und dann mit eigenen Faustkämpfern angreifen. Halbwelter Soufian Mendjel ist einer dieser neuen Hoffnungsträger in der VBC Nachwuchsstaffel. Im Kampf um Platz eins stand er gegen den Rellinghausener Patrik Tomielewicz im Ring. Velberts Kadett kämpfte anfangs stark, zog dann allerdings seine Angriffe nicht bis zum Ende durch und wurde so von seinem Gegner klassisch ausgekontert. Am Ende unterlag Soufian nach Punkten. Dennoch freute sich der Nachwuchsboxer, denn bei den Junioren wurde er NABV-Meister.

Auch der 14-Jährige Dzenis Hukic brauchte sich nicht verstecken. In einem Einlagekampf zeigte der Velberter Nachwuchsboxer sein Können. Vergangenes Jahr boxte Dzenis auf der Kadetten-DM und sicherte sich Bronze. Im Kampf um den Jugendmeistertitel lieferte er sich gegen Halil Karamis aus Hamborn einen harten Schlagabtausch. Umso glücklicher war der 14-Jährige, dass er nach Punkten gewann.

Die drei Düsseldorfer Finalisten nahmen dieses Mal keine Goldmedaille mit nach Hause. Im Bantamgewicht unterlag Sergio Horalka gegen Marcel Paljuchin aus Grevenbroich. Sergio deckte schlecht und stand zu weit weg vom Gegner. Alle Stöße verpufften wirkungslos.

Kampf nach 70 Sekunden vorbei

Bantamgewichtler Oualid El Ouakili vom Sportwerk Düsseldorf boxte gegen den Grevenbroicher Cedric Dufrenne um den Niederrhein-Titel. Doch es war nicht seine Meisterschaft. Er überließ Dufrenne die Aktionen und schaute zu, wie der einen Angriff nach dem nächsten abzog. Coach Ohene brachte es auf den Punkt: „Wenn Du Champion werden willst, dann musst du fighten. Und das hat Oualid nicht getan.“

Im kürzesten Kampf der Veranstaltung überraschte Waldemar Müller (Paderborn) Ayman El-Kanduki (Grevenbroich) mit zwei heftigen Schlägen. Referee Klaus Glaser sah, dass El-Kanduki nicht mehr auf die Beine kam und brach daraufhin den Kampf nach gerade einmal 70 Sekunden ab.