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Schluss am Schloss

01.06.2012 | 16:51 Uhr
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Schluss am Schloss
Bild : Detlev Kreimeier WAZ FotoPool

Herne/Velbert.   Die SSVg Velbert bestreitet in Herne das letzte Spiel der Saison und schreibt damit das letzte Kapitel der NRW-Liga-Geschichte

Abschiedsvorstellung vor illustrer Kulisse: Schluss am Schloss. Am 34. und letzten Spieltag der NRW-Liga tritt die SSVg Velbert bei Westfalia Herne an. Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr im altehrwürdigen Stadion am Schloss Strünkede. Dabei werden gleich mehrere Schluss-Vorstellungen gegeben, denn es steht nicht nur der das Ende der NRW-Liga-Saison 2011/12 auf dem Plan, sondern das Ende der NRW-Liga überhaupt. Vier Jahre nach ihrer Gründung wird diese Klasse bereits wieder auf den Müllhaufen der Fußball-Geschichte geworfen.

Ihre Mitglieder machen kommende Saison entweder als Aufsteiger in der reformierten Regionalliga weiter oder als Absteiger in der wieder ausgegrabenen, aber etwas tiefer angesiedelten Oberliga. Statt der Oberliga Nordrhein gibt es dann die Oberliga Niederrhein.

Gebeutelter Traditionsverein

Bereits seit längerem steht fest, dass sich hier auch Westfalia Herne wieder finden wird. Denn der Traditionsverein hat eine schwere Saison hinter sich und steht am letzten Spieltag auf dem letzten Platz – mit sechs Punkten Rückstand auf den Vorletzten RW Ahlen und mit dem deprimierenden Torverhältnis von 13:103. Über hundert Gegentore.

Es spricht aber für die Mannschaft von Trainer Uli Reimann, dass sie sich nicht hängen lässt. So holte sie in der Vorwoche mit dem 1:1 bei TuS Erndtebrück sogar noch einen Auswärtspunkt. Somit sollten die Velberter damit rechnen, dass es ihnen die Herner am Sonntag nicht allzu leicht machen. Sie werden versuchen, sich würdig zu verabschieden.

Das allerdings erwartet auch SSVg-Trainer Lars Leese von seiner Mannschaft. Er möchte die Saison mit einem weiteren Sieg, es wäre der dritte in Folge, abrunden. Damit hätten die Velberter zum Abschluss den vierten Tabellenplatz gesichert — das wäre eine achtbare Bilanz, wenngleich sie um genau einen Platz hinter dem ausgegebenen Saisonziel zurück bleibt. Rang drei hätte es nämlich sein sollen, damit wäre der direkte Aufstieg in die Regionalliga verbunden gewesen. Nun ist es bestenfalls Platz vier und deshalb müssen die Velberter noch zwei Relegationsspiele bestreiten, wollen sie den Sprung in die höhere Klasse noch schaffen.

Sollten sie sich dabei gegen einen Vertreter der Verbandsliga durchsetzen — entweder der FC Kray, der SV Lippstadt oder Ex-Bundesligist Wattenscheid 09 – wäre aber das Entscheidende doch noch geschafft.

Auf diese Partien am 7. und am 10. Juni arbeitet die SSVg seit Wochen hin, seit feststeht, dass sie einen Relegationsplatz sicher hat. Die Velberter bringen sich in Form, schonen aber auch einige Spieler und verschaffen lange verletzten Stammkräften wieder Spielpraxis. So ist Innenverteidiger Dennis Yilmaz seit zwei Partien wieder dabei und hinterließ jüngst beim 1:0-Sieg über Alemannia Aachen II einen starken Eindruck.

Gegen die Alemannen durfte kurz vor Schluss auch Kapitän Norman Seidel, der über ein halbes Jahr pausieren musste, sein Comeback geben. Spielt er auch am Sonntag am Schloss Strünkede, gibt es für den Verteidiger ein weiteres Rückkehr-Erlebnis: Vor seinem Engagement in Velbert hat er nämlich bei Westfalia Herne gespielt.

Ulrich Tröster

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