SC Velbert: Zwei Finals in vier Tagen

Kapitän Simon Schubeis und die Clubberer gehen mit großem Elan in die Endspielwoche: Höhepunkt ist am Sonntag das Aufstiegsfinale in der Landesliga, wenn der SC Velbert den TV Kalkum-Wittlaer empfängt
Kapitän Simon Schubeis und die Clubberer gehen mit großem Elan in die Endspielwoche: Höhepunkt ist am Sonntag das Aufstiegsfinale in der Landesliga, wenn der SC Velbert den TV Kalkum-Wittlaer empfängt
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Velberter Landesligist SC spielt Donnerstag um den Kreispokal und Sonntag um den Aufstieg in die Oberliga. Vorfreude beim Club auf das Spiel des Jahres

Velbert.. Welch ein Endspurt für den Fußball-Landesligisten SC Velbert. Die letzte Woche der Saison ist eine englische: Drei Spiele binnen acht Tagen — und zwei dieser drei Partien sind Endspiele. Und die Finalwoche fing schon gut an: Im letzten Auswärtsspiel der Saison gewannen die Clubberer am Sonntag mit 5:1 bei Grün-Weiß Wuppertal. Damit verteidigten sie den zweiten Tabellenplatz und schufen damit die Grundlage für das große Finale: Am letzten Spieltag, am kommenden Sonntag, empfangen sie um 15 Uhr den Tabellenführer TV Kalkum-Wittlaer am Böttinger-Platz. Gewinnen die Velberter, steigen sie in die Oberliga auf.

Allerdings: Vor diesem Finale um den Aufstieg gibt es noch ein weiteres Endspiel. Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, also am Feiertag, steht das Kreispokalfinale auf dem Programm. Der SC trifft um 15 Uhr auf dem Ernst-Adolf-Sckär-Platz in Tönisheide auf den Bezirksligisten ASV Mettmann.

Das ist sicher eine schöne Sache für den Verein. Aber ausgerechnet jetzt? „Ich sag es mal vorsichtig: Der Termin für dieses Pokalendspiel ist sicherlich höchst unglücklich“, erklärt SC-Trainer Ralf vom Dorp. Wenige Tage vor dem Spiel des Jahres muss sein Team in solch eine Pokalpartie gehen, in der es eigentlich nur ums Prestige geht.

Da ist es klar, wo die Clubberer die Prioritäten setzen. Vor dem Endspiel in der Landesliga werden sie im Pokal kein Risiko eingehen und die Mannschaft entsprechend aufstellen.„Das wird sicher auch jeder verstehen“, sagt vom Dorp. Dabei betont er, dass er keineswegs beabsichtige, eine „Joker-Truppe“ aufzubieten, sondern eine konkurrenzfähige Mannschaft, die auch dem Gegner gerecht werde. „Wir haben einen recht großen Kader, eine zweite Mannschaft in der Bezirksliga und eine Jugendmannschaft. Damit kann man schon arbeiten“, sagt vom Dorp und versichert: „Wir würden diesen Pokal schon gerne holen.“

Aber zugleich weiß er, dass die Partie gegen Mettmann das „kleine Finale“ ist, das „große“ folgt am Sonntag gegen den TV Kalkum-Wittlaer. Es ist für beide Teams ein Spiel von vereinshistorischem Wert — beide standen noch nie so dicht vor der Oberliga. Als Ralf vom Dorp Trainer des SC wurde, spielten die Velberter noch in der Bezirksliga. Das ist allerdings schon etliche Jahre her – der TV Kalkum-Wittlaer hingegen kickte noch in der vergangenen Saison in der Bezirksliga. Dem Aufsteiger bieten sich somit gute Chancen, den Durchmarsch zu schaffen.

Vor dem Saisonfinale hat Kalkum die günstigste Ausgangsposition: Mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SC Velbert und drei Zählern vor dem Dritten, dem SC Düsseldorf-West. Das heißt: Ein Remis am Böttinger-Platz würde Kalkum schon reichen, der SC muss hingegen gewinnen, zumal Verfolger Düsseldorf-West eine lösbare Aufgabe vorfindet: Heimspiel gegen Schlusslicht und Absteiger Bayer Dormagen.

Aber das erhöht aus Velberter Sicht nur den Reiz. „Wir freuen uns alle darauf, das wird ein Fußballfest. Die Böttinger-Anlage wird voll sein, denn es kommen sicher auch sehr viele Fans aus Kalkum“, sagt SC-Trainer Ralf vom Dorp. Willkommen zum großen Finale.