SC Velbert muss Oberliga-Traum begraben

Enttäuscht hocken
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Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Landesligist SC Velbert verliert das Aufstiegsfinale vor über 1000 Zuschauern am Böttinger-Platzgegen den Spitzenreiter TV Kalkum-Wittlaer mit 0:1.

Velbert.. SC Velbert -
TV Kalkum-Wittlaer 0:1 (0:1)

SC: R. Garweg, Altenkamp, Schubeis, Adomat, Burczyk, Lange (37. J. Doil), Koellner (81. Gaulke), Rena Fernandez (67. Kotyrba), Dzierzon, Coruk, Hilger.
Tor: 0:1 Schuh (44.). - Zuschauer: 1000. - Schiedsrichter: Sven Heinrichs.

Willkommen zum großen Finale: Über 1000 Zuschauer auf der Böttinger-Anlage verliehen dem entscheidenden Spiel in der Fußball-Landesliga um den Aufstieg zwischen dem Tabellenzweiten SC Velbert und Spitzenreiter TV Kalkum-Wittlaer einen prächtigen Rahmen und garantierten die richtige Atmosphäre für ein Fußballfest.

Allerdings feierten am Ende nur die Gäste, denn der SC hat dieses „Spiel des Jahres“ mit 0:1 verloren und muss deshalb seinen Traum von der Oberliga begraben — zumindest in dieser Saison.

Dritter Platz zum Abschluss

„Im neuen Spieljahr können wir ja einen neuen Anlauf nehmen. Die Mannschaft ist jung, entwicklungsfähig und bleibt zusammen“, betonte SC-Trainer Ralf vom Dorp. Sein Team hätte die Gäste, die mit zwei Punkten Vorsprung zum Böttinger-Platz gekommen waren, schon schlagen müssen, um sie am letzten Spieltag noch vom ersten Platz zu verdrängen. Auf den zweiten Platz brauchten die Velberter nicht zu spekulieren, denn es war abzusehen, dass der Tabellendritte SC Düsseldorf-West seine Chance gegen Absteiger Bayer Dormagen nutzt.

So kam es dann auch: Die Landeshauptstädter zogen durch ein 6:2 über das Schlusslicht an den Velbertern vorbei und gehen als Tabellenzweiter in die Aufstiegs-Relegation, der SC sackt auf Platz drei ab – was er locker verkraften wird, denn in dieser Saison stand zunächst mal der Klassenerhalt auf dem Plan.

„Aber wenn sich dann die große Chance ergibt, willst du sie natürlich auch nutzen“, betont SC-Trainer Ralf vom Dorp, der seiner Mannschaft auch zugestand, dass sie alles versucht hatte. Aber es hatte nicht gereicht.

Der SC verstand es nicht, sich gegen die kompakten Gäste entscheidend durchzusetzen. „Wir haben uns mit dieser starken Abwehr sehr schwer getan. Als das Gegentor fiel, wurde es noch schwerer. Da haben uns heute auch die spielerischen Mittel gefehlt“, gestand SC-Kapitän Simon Schubeis, der 90 Minuten marschiert war, der in der Abwehr aufgeräumt und auch immer wieder den Angriff unterstützt hatte. Doch die Velberter rannten gegen eine Wand. „Wir haben gegen die stärkste Defensive der Liga gespielt“, betonte Trainer Ralf vom Dorp. Und da gab es diesmal kein Durchkommen.

Vergangene Woche hatte der SC auswärts fünf Tore erzielt, diesmal kam er kaum zu klaren Chancen. In einigen aussichtsreichen Situationen fehlte der letzte Pass, und als Kalkum-Keeper Kai Gröger bei der besten Chance gegen Sebastian Altenkamp rettete, waren schon 75 Minuten gespielt. Der Spitzenreiter hatte zwar auch nicht allzu viele Möglichkeiten – aber er schlug im entscheidenden Moment zu. Der starke Stürmer Christian Schuh setzte sich im SC-Strafraum durch und erzielte unhaltbar für Richard Garweg das Tor des Tages.

Dieses Tor, zum günstigen Zeitpunkt kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielt, reichte den Gästen, die ihr Spiel dann unspektakulär, aber auch weitgehend ungefährdet durchzogen.

„Es hat sich hier die alte Weisheit bewahrheitet: Die gute Offensive gewinnt Spiele, die gute Defensive gewinnt Meisterschaften“, zog SC-Trainer Ralf vom Dorp das Fazit.