SC sträubt sich vor der Favoritenrolle

Velberts Trainer Ralf vom Dorp weiß um die Stärken der Düsseldorfer, von denen einige in der Jugend von Borussia Mönchengladbach ausgebildet worden sind.
Velberts Trainer Ralf vom Dorp weiß um die Stärken der Düsseldorfer, von denen einige in der Jugend von Borussia Mönchengladbach ausgebildet worden sind.
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Club-Trainer Ralf vom Dorp sieht Gegner Düsseldorf-West spielerisch im Vorteil. Unioner setzen weiter auf ihr starke Defensive

Velbert.. Interessante Aufgaben warten an diesem Wochenende auf die Velberter Landesligisten. Die Clubberer haben dabei ein richtiges Topspiel vor der Brust.


SC Velbert – SC Düsseldorf-West (So. 15 Uhr). Zum Gipfeltreffen kommt es am Sonntag auf dem Von-Boettinger-Platz, wenn der Spitzenreiter SC Velbert den Dritten SC Düsseldorf-West empfängt. „Da sind wir sicherlich nicht der Favorit“, meint SC-Trainer Ralf vom Dorp, obwohl die Tabelle ein anderes Bild vermitteln könnte. „Der SC West ist die spielstärkste Mannschaft der Liga und ist gespickt mit Spielern, die über Regionalligaerfahrung verfügen“, macht der Velberter Coach deutlich. „Trotzdem sind wir nicht völlig chancenlos und werden bestimmt nicht vor Ehrfurcht erstarren“, kündigt er an.

So werden die Clubberer die Partie zwar konzentriert, aber gelassen angehen. „Meine Jungs freuen sich, sich mit solchen Spielern messen zu können“, hat Ralf vom Dorp festgestellt. Dabei denkt er an „Hochkaräter“ wie Tim Rubink, der für Borussia Mönchengladbach schon einmal in der Bundesliga auflief oder Tim Kosmala, den ehemaligen Regionalligaspieler der SSVg Velbert 02. Dass die Landeshauptstädter sicherlich offensiv ausgerichtet sein werden, dürfte den Velbertern dabei eher entgegenkommen, als wenn sie selbst das Spiel machen müssten.

Mit Mike Dzierzon, der weiterhin aufgrund einer Rückenverletzung ausfällt, steht ihm nur ein Spieler nicht zur Verfügung. „Oguzhan Coruk ist jetzt auch eine Woche weiter und stellt eine Alternative im Offensivbereich dar“, freut sich Ralf vom Dorp, dass er personell ansonsten aus dem Vollen schöpfen kann.


SV Union Velbert – TuS GW Wuppertal (So. 15 Uhr).
Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen, noch kein Gegentor kassiert: besser hätte die Rückrunde für den SV Union Velbert kaum beginnen können. „Uns unterschätzt jetzt sicherlich niemand mehr“, glaubt Trainer Maik Franke vor der Partie gegen den TuS Grün-Weiß Wuppertal. Den Oberbarmern gelang vor Wochenfrist mit dem 2:2 gegen den personell hochkarätig besetzten FC Remscheid ein Achtungserfolg. Franke hat auch registriert, dass zuletzt der mittlerweile schon 42 Jahre alte Ex-Profi Jean Louis Tavarez wieder auflief.

Dennoch geht der Union-Trainer die Aufgabe zuversichtlich an. „Bei uns ist die Stimmung zurzeit sehr gut. Die Mannschaft arbeitet defensiv sehr kompakt. Drei Spiele kann man ohne Gegentor nur überstehen, wenn alle mitarbeiten und das tun meine Spieler auch. Nach vorne müssen wir aber eine Schüppe drauflegen“, fordert Franke.

Wie seine Anfangsformation aussehen wird, entscheidet sich wohl erst kurzfristig, denn Pascal Gollin, Tobias Doil und Denis Levering konnten wegen diverser Beschwerden nicht voll trainieren. Muhammet Bayrak plagt sich zwar mit einer Wadenverhärtung herum, wird sich aber wohl zur Verfügung stellen.