Ratlosigkeit bei der FG Velbert/Krefeld

Die A-Lateinformation der FG  Velbert/Krefeld Seidenstadt beim Heimturnier, das wie im Vorjahr in Mülheim ausgetragen wurde, in voller Aktion.
Die A-Lateinformation der FG Velbert/Krefeld Seidenstadt beim Heimturnier, das wie im Vorjahr in Mülheim ausgetragen wurde, in voller Aktion.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die A-Latein-Formation landet beim Heimturnier in Mülheim auf Platz vier. Die Choreographie Opus wird mit schlechten Noten abgestraft.

Mülheim..  Die Latein-Formationstänzer der FG TSZ Velbert/TC Seidenstadt Krefeld wurden ausgerechnet bei ihrem „Heimturnier“ in Mülheim so schwach wie schon lange nicht mehr bewertet. Ratlosigkeit herrschte nach dem schwachen Abschneiden beim zweiten Auftritt in der Bundesliga. Über Rang Vier sind die Niederberger wieder nicht hinaus gekommen. Woran es liegt, mag im Verein niemand sagen. „Wir hatten ein Mega-Finale“, sagt Trainerin Astrid Kallrath.

Vom dritten Rang abgerutscht

Als letztes Team waren die Velberter in das große Finale gegangen. Total euphorisch, noch vom Adrenalin gepusht, warteten sie danach auf ihre Wertungen. „Und dann gehen die Tafeln der Wertungsrichter hoch und du denkst nur: Hä?“

Astrid Kallrath konnte nicht glauben, was sie sah. Mit 3454434 waren ihre Formation und die Choreographie „Opus“ deutlich abgestraft worden. Statt der einen Zwei, die es noch zum Saisonauftakt in Bremen gegeben hatte, machte sich nun plötzlich eine Fünf breit.

Der dritte Rang, den in den Vorjahren stets das TSZ Velbert inne hatte, ging abermals an das B-Team des GGC Bremen.

„Es gibt Situationen, in denen du enttäuscht oder sauer bist, aber bei der Siegerehrung konnte ich gar nichts fühlen“, beschreibt Coach Kallrath ihre Reaktion. Sie sei ein sehr kritischer Mensch und, „wenn ich als Trainer nicht immer etwas finden würde, an dem ich arbeiten kann, hätte ich meine Aufgabe verfehlt.“ Aber weder direkt nach dem Auftritt in Mülheim, bei dem sie und ihre Trainerkollegen Steffen Runge und Alexander Hoeve keine gravierenden Fehler finden konnten, noch beim Studium der Videoanalyse ging ihr auf, was die für alle enttäuschende Wertung herbei geführt hatte. „Klar, dass man beim Heimturnier noch emotionaler auftritt. Wir haben Power, viel Biss und den richtigen Willen gezeigt. Es gab fachlich nichts zu bemängeln.“

Dennoch wollen sie sich jetzt intern zusammen setzen, um darüber zu sprechen, warum „Opus“ in dieser Saison nicht so gut ankommt.

Die Leistung von Bremen B wolle man auf jeden Fall nicht in Frage stellen und auch keine anderen Ausreden suchen. Kallrath: „Ich finde es schon motivierend, unseren Weg weiter zu gehen, aber es lastet schon ein hoher psychologischer Druck auf einem. „Und prinzipiell sehe man sich bei der FG Velbert/Krefeld lieber in der Rolle des Jägers, als der des Gejagten. „Bei uns im Team sind so viele starke Charaktere – die werden die zwei, drei Leute, die jetzt zweifeln, schon mitreißen.“

Abgeschrieben haben sie die Saison jedenfalls noch nicht. Beweisen können die Velberter dies in zwei Wochen: Dann findet das Turnier in Bochum statt.