Plötzliches Ende

Velbert..  Die Zweitvertretung des SC Velbert spielt in der Bezirksliga eine richtig gute Saison und hat zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Dennoch trennte sich der Verein nach der knappen Niederlage gegen das Spitzenteam des FSV Vohwinkel jetzt von Trainer Sascha Behnke.

„Sportlich gab es nicht einmal Ansätze von Kritik, weder am Trainer und schon gar nicht an der Mannschaft“, stellt der 1. Vorsitzende Dirk Graedtke klar. „Es gab Differenzen, die wir aber ausschließlich intern behandeln“, so der Funktionär. Der Coach hatte sich eine Bedenkzeit hinsichtlich einer weiteren Zusammenarbeit erbeten, teilte den SC-Verantwortlichen dann aber vor einer Woche mit, dass er den Verein verlassen und das Traineramt beim Kreisligisten Heisinger SV übernehmen wird. „Wir haben lange auf sein Signal gewartet. Dass er sich nun anders orientieren will, war aber auch nicht der Grund für die Beurlaubung“, verrät Dirk Graedtke.

Sascha Behnke gab sich gefasst. „Ich kann die Entscheidung des Vereins nachvollziehen“, meinte er. „Ich habe nur ein emotionales Problem damit, jetzt von meiner Mannschaft getrennt zu werden, denn das ist eine charakterlich starke Truppe.“ Auf die Gründe, die zur Trennung führten, will auch er öffentlich nicht näher eingehen. „Auch wenn es jetzt so abrupt endet, waren es doch schöne Jahre beim SC Velbert.“

Der Verein macht sich indessen auf die Suche nach einem Nachfolger. Dirk Graedtke: „Wir sind jetzt natürlich unter Zeitdruck.“ Zunächst bedient man sich einer internen Lösung. Bis zum Saisonende sollen der bisherige Co-Trainer Christos Grammatikas und der ehemalige A-Jugendtrainer Thomas Witeczek die Verantwortung für die „Zweite“ übernehmen.