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Pfeifer gewinnt WM-Bronze

09.10.2011 | 21:40 Uhr
Pfeifer gewinnt WM-Bronze
unglücklich wegen einer Nasenverletzung.

Baku.   Als bester Athlet des zehnköpfigen deutschen Aufgebots gewann Erik Pfeifer bei der Weltmeisterschaft der olympischen Boxer Bronze.

Erik Pfeifer aus der Bundesliga-Staffel des Velberter BC ist bei der Weltmeisterschaft in Aserbaidschan für seine hervorragenden Leistungen mit einer Medaille und mit der direkten Qualifikation für die olympischen Spiele belohnt worden.

Der Superschwergewichtler gewann beim Turnier der besten olympischen Boxer in Baku die Bronzemedaille und löste damit das Ticket für London 2012. Erik Pfeifer war nicht nur der einzige Kämpfer aus dem deutschen Aufgebot, der eine Medaille gewonnen hatte, er war obendrein der einzige, der das Achtelfinale überstanden hatte. In der Runde der besten 16 trumpfte er mit einem klaren Sieg über Vizeweltmeister Roman Kapitonenko (Ukraine) auf.

Im Viertelfinale knüpfte er an seine starken Leistungen an setzte sich auch gegen den WM-Dritten Viktor Sujew (Weißrussland) mit 18:15 nach Punkten durch. Den Ausschlag gab die starke Schlussrunde, die er mit 8:4 für sich entschied.

Im Halbfinale traf Erik Pfeifer dann auf auf den starken Engländer Anthony Joshua, der zuvor im Viertelfinale Titelverteidiger Roberto Cammarelle (Italien) aus dem Turnier geworfen hatte. In diesem Kampf hatte der VBC-Boxer allerdings großes Pech, denn er verlor durch Abbruch wegen Verletzung nach knapp zwei Minuten.

Eine stark blutende Nasenverletzung stoppte den Deutschen, der sich dann aber mit Ivan Dychko (Kasachstan) über die gemeinsame Bronzemedaille (ein „Kampf um Platz drei“ wird nicht ausgetragen) und über die Qualifikation zu den olympischen Spielen 2012 in London freuen durfte.

Seine drei Teamkollegen vom Velberter BC, Denis Makarov (Bantam), Eugen Burhard (Leicht) und Alexander Povernov (schwer), die es bis in die zweite oder dritte Runde geschafft hatten, verpassten die direkte Qualifikation für die Spiele auf der Insel. Allerdings ist der Olympiatraum noch nicht ausgeträumt, es gibt noch eine Möglichkeit, das „Ticket to London“ nachzulösen. Im April steigt in Istanbul das letzte europäische Qualifikationsturnier.

Und hier kann sich das VBC-Trio nach den Auftritten bei der WM einiges ausrechnen. So wurde Makarov erst in der Schlussrunde von einem starken Kubaner abgefangen, während Povernov und Burhard mit jeweils zwei überzeugenden Siegen das Achtelfinale erreicht hatten.

Ulrich Tröster

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