Oberligaflair am Böttinger

Finalstimmung vor heimischer Kulisse: Luis Rena Fernandez und seine Teamkollegen visieren gegen den TV Kalkum-Wittlaer den Oberligaaufstieg an
Finalstimmung vor heimischer Kulisse: Luis Rena Fernandez und seine Teamkollegen visieren gegen den TV Kalkum-Wittlaer den Oberligaaufstieg an
Foto: Detlev Kreimeier
Was wir bereits wissen
Es geht ums Ganze. Nach einer tollen Saison will sich der SC Velbert gegen Spitzenreiter TV Kalkum-Wittlaer krönen und den Aufstieg in die Oberliga schaffen

Velbert..  Es ist angerichtet. Als hätten es die Spieltagsplaner des Fußballverbandes Niederrhein geahnt, stehen sich am Ende einer spannenden Landesligasaison mit zahlreichen Führungswechseln der Tabellenzweite SC Velbert und der Spitzenreiter TV Kalkum-Wittlaer in einem echten Endspiel gegenüber.

Dabei ist die Ausgangslage klar: Die gastgebenden Clubberer brauchen am Sonntag ab 15 Uhr dringend einen Sieg, sonst droht sogar die Aufstiegsrelegation verpasst zu werden. Druck herrscht am Böttinger deshalb trotzdem nicht, der Aufstieg ist keine Pflicht. Doch wenn schon einmal die Chance auf Spiele gegen Traditionsmannschaften wie den Wuppertaler SV und den KFC Uerdingen besteht, will sie auch genutzt werden.

High Noon im Saisonfinale

Diese Gelegenheit will aber auch der Gast aus dem Düsseldorfer Norden nicht ungenutzt lassen, er träumt vom Durchmarsch aus der Bezirksliga. Von daher können sich die Zuschauer, es werden bis zu 1500 Fans am Böttinger erwartet, auf eine packende Begegnung einstellen.

„Das ist ein Highlight. Für solche Spiele wird man Trainer oder Spieler. Da brauche ich nicht für zusätzliche Motivation sorgen. Wir sind gut vorbereitet, werden alles geben und sicher nicht ganz chancenlos sein“, verspricht SC-Trainer Ralf vom Dorp. Es droht aber auch der undankbare dritte Rang, sollte es nicht zu einem Dreier reichen. Vom Dorp ist nicht bange: „Wir gehen unbelastet in die Partie. Es wird nicht erwartet, dass wir den Aufstieg schaffen. Ganz kann man die Atmosphäre sicher nicht ausblenden. Aber die Saison war in jedem Fall erfolgreich. Wir haben die eigenen Erwartungen übertroffen.“

Selbiges gilt für den Gast, den keiner auf dem Zettel hatte. Die Favoriten waren andere, dennoch wird nun mindestens eines der beiden Teams aufsteigen. Das Hinspiel verloren die Velberter mit 1:3.

Niederlage im Kreispokalfinale

Was normalerweise als Höhepunkt deklariert wird, war angesichts des Aufstiegsshowdowns deplatzierte Pflichtveranstaltung. Im Finale des Kreispokals verlor der SC, der die zweite Mannschaft und einige A-Junioren antreten ließ, mit 1:3 gegen den ASV Mettmann. Nach einer offenen ersten Halbzeit (1:1, Tor: Simon Spazier) setzte sich der Bezirksliga-Fünfte schlussendlich mit 3:1 durch. „Wir wären sicher mit der ersten Garde angetreten, wenn am Sonntag nicht das Spiel der Spiele anstehen würde“, erklärt vom Dorp.