Netzballer sind stolz wie die Spanier

Olé, Olé: In spanischen Trikots feierten die ersten Herren des NBV den Aufstieg in die erste Verbandsliga: Fabian Nickel, Fabio Biasion, Fabian Dinescu, Fyn Franke, Oliver Bodenröder, Nick Franke, David Sanchez und Mark Joachim (v.li.). Es fehlen Alex Calatrava und Tom Tillger.
Olé, Olé: In spanischen Trikots feierten die ersten Herren des NBV den Aufstieg in die erste Verbandsliga: Fabian Nickel, Fabio Biasion, Fabian Dinescu, Fyn Franke, Oliver Bodenröder, Nick Franke, David Sanchez und Mark Joachim (v.li.). Es fehlen Alex Calatrava und Tom Tillger.
Foto: NBV
Was wir bereits wissen
Angeführt von ihren iberischen Top-Spielern Sanchez und Calatrava schaffen die NBV-Herren den Aufstieg in die 1. Verbandsliga. Nach dem Sieg über den TC Burg tobt die Fiesta

Velbert.. Nicht nur stolz wie die Spanier sondern auch stolz auf ihre Spanier — so fühlen sie sich beim Netzballverein Velbert. Denn angeführt von ihren iberischen Top-Spielern David Sanchez und Alex Calatrava schaffte die erste Herrenmannschaft des NBV den Aufstieg in die 1. Tennis-Verbandsliga.

Stilgerecht hatten sich die Netzballer den Meisterschafts-Matchball am vorletzten Spieltag mit einem Sieg bei Sangria und Sonnenuntergang zurecht gelegt: In der Abenddämmerung bezwangen sie im Spitzenspiel den Verfolger Rot-Weiß Raffelberg mit 5:4.

Souveränes Aufstiegsfinale daheim

Damit war klar: Mit einem Sieg im finalen Saisonspiel auf der eigenen Anlage am Kostenberg gegen das Essener Team des TC Burg ist der Aufstieg perfekt. Und die Chance, den Triumph mit dem eigenen Anhang zu feiern, ließen sich die Velberter nicht nehmen. Die Doppel waren noch gar nicht gespielt, da stand der Sieg schon fest und die große Fiesta konnte beginnen: Die Netzballer hatten nämlich alle sechs Einzel gewonnen.

Cheftrainer Mark Joachim persönlich legte an Position zwei mit dem überlegenen Sieg (6:1, 6:0) gegen seinen niederländischen Gegner vor. An Nummer vier legte Fabian Dinescu mit 6:2 und 6:4 nach. Der erst 17-jährige Fyn Franke kam für den am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankten Fabian Nickel an Position sechs zu seinem ersten Herren-Einsatz in dieser Saison und steuerte hoch konzentriert mit 6:2, 6:4 den nächsten Zweisatz-Sieg bei.

Nach der 3:0-Führung aus der ersten Einzelrunde schickten die Netzballer dann ihre Nummer eins, David Sanchez, ins Rennen.

Der frühere Profispieler gehörte bis vor ein paar Jahren zu den 50 besten Spielern der Welt und hat einige ATP-Siege vorzuweisen. Mit 6:2 und 6:2 gewann er vor zahlreichen begeisterten Zuschauern sein Spiel souverän gegen die niederländische Nummer eins des TC Burg. Dass sein Landsmann Calatrava diesmal nicht dabei war, machte gar nichts: Fabio Biasion sorgte mit seinem 6:2, 6:2 für den fünften Punkt und damit hieß es schon: Sieg und Aufstieg.

Dennoch fieberten alle beim längsten Match des Tages mit NBV-Urgestein Oliver Bodenröder.

Der 34-jährige schaffte es schließlich nach 6:2 und 6:7 mit 10:8 im Match-Tiebreak. Riesenjubel bei Team und Zuschauern. Dann reichte es aber auch. Alle wollten nun zügig zur Aufstiegsfeier übergehen, daher überließ der NBV den Essenern die drei Doppel kampflos.

Und 6:3 im Aufstiegsfinale klingt ja immer noch gut. „Das ist eine super Leistung unserer ersten Herren“, betont der NBV-Vorsitzende. Thomas Ihlo. Schließlich hatte das Team erst im Vorjahr den Sprung in die zweite Verbandsliga geschafft. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Sanchez und Calatrava so hochkarätige Spieler gewinnen konnten. Das haben wir vor allem unserem Cheftrainer Mark zu verdanken. Er macht’s durch seine Kontakte in der Tennisszene erst möglich.“

Ihlos Saisonfazit: „Besonders der Mix der Mannschaft aus Spielern mit internationaler Klasse und dem ergänzenden Einsatz unserer Eigengewächse wie Nick Franke, Fyn Franke oder Tom Tillger machten das Team so interessant für die Netzballer und dementsprechend groß war dann auch die Unterstützung aus den NBV-Reihen.“