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Nationale Klasse in Velbert

12.02.2010 | 18:32 Uhr
Nationale Klasse in Velbert

Velbert. Passend zum Wochenende schreiben die Velbert Open beim BSV Velbert eine karnevalistische Zahl: Zum elften Mal wird das nationale Top-Turnier an diesem Wochenende gespielt. Am Samstag und am Sonntag spielen die Queue-Virtuosen jeweils ab 10 Uhr im Billardheim Am Buschberg um den Sieg bei dem großen deutschen Dreiband-Turnier.

Titelverteidiger ist Dieter Großjung, der vor einem Jahr das spektakuläre Finale gegen Weltklasse-Spieler Martin Horn vom Horster Eck gewonnen hatte. Es war eine Art Abschiedsgruß von Großjung, der nach erfolgreichen Jahren in Velbert nach dem Saisonende zum Bundesliga-Rivalen Duisburg wechselte.

Großjung und Horn werden allerdings wie einige andere Bundesligaspieler diesmal nicht dabei sein, da parallel wichtige Veranstaltungen in Holland laufen. Dennoch ist auch die elfte Auflage der Velbert Open wieder quantitativ und qualitativ stark besetzt. Rund 50 Spieler haben gemeldet, darunter etliche Asse von nationaler und internationaler Klasse.

So lässt sich Lokalmatador und Gastgeber BSV Velbert nicht lumpen und bietet ein komplettes Bundesliga-Quartett auf - an der Spitze Jens Eggers, die Nummer eins des niederbergischen Eliteliga-Ensembles, die auch für das Turnier an Nummer eins gesetzt ist. Zudem werden Torsten Anders, der bei diesem Turnier an Nummer drei gesetzt ist, Volker Simanowski und Sven Gester aus dem BSV-Erstliga-Team zum Queue greifen, dazu auch wieder Manfred Noack, der mit dem BSV Deutscher Pokalsieger geworden war.

An Nummer zwei bei den Velbert Open ist diesmal Nationalspieler Thorsten Frings vom Essener Spitzenteam Horster Eck gesetzt. Frings ist nicht nur zusammen mit Eggers WM-Teilnehmer. Beide haben auch in den Vorjahren schon einmal die Velbert Open gewonnen.

In der vergangenen Woche hatte Frings allerdings im BSV-Heim am Buschberg eine herbe Enttäuschung erlebt, als er im Bundesliga-Schlager dem formstarken Velberter Volker Simanowski unterlag. Nicht in Form wegen einer Grippe war zuletzt Torsten Anders, der nun aber wieder angreifen möchte.

Neben Thorsten Frings und Jens Eggers sind zwei weitere frühere Velbert Open-Gewinner gemeldet: Zum einen Europameister Thomas Ahrens, der zwischendurch – am Samstag gegen 13 Uhr – zusätzlich wieder seine spektakuläre Artistik-Demonstration zum Besten geben wird. Zum anderen der legendäre Günter Siebert, der schon in den späten 60er Jahren in Weltklasse-Spieler war. Jetzt ist „Jumbo“ selbst in den 60er Jahren, von seinem Können hat er aber kaum etwas eingebüßt. Vor zwei Jahren kam der Routinier ins Achtelfinale, im Vorjahr in die Hauptrunde der besten 32.

Eine Legende wie Siebert setzt sicher einen Farbtupfer auf das Turnier, ebenso aber auch die hoffnungsvollen Außenseiter, die sich in dem Klassefeld beweisen könne. So hat Gastgeber BSV Velbert wieder seine „Amazone“ Michael Esser aufgeboten, dazu Talent Torben Kater, das schon bei der Jugend-DM für Furore gesorgt hat.

Ulrich Tröster

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