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Magerkost am Morgen

07.10.2007 | 00:00 Uhr

Spitzenreiter Heiligenhaus reicht eine einzige Torchance zum Sieg, Phillip Horn trifft nach 29 Minuten.Tomislav-Stürmer Nurullah Atac sieht wegen grober Unsportlichkeit die Rote Karte

FUSSBALL KREISLIGAKSV Tomislav SSVg Heiligenhaus 0:1 (0:1) Tomislav: Weinand - Abbadi, Orahou, Kouakoua, Ahnouz, Arik, Kaul (74. Celik), Kuloglu, Daskin, Atac, Adanur (75. Mali).

SSVg: Wornowski - Stahl (44. Dimitriou), Stoffer (89. Wonchalla), Horn, Kubitza, Öney, Guicciardini, Pagliara, Fischer, Röser, Vogelsang.

Tor: 0:1 Horn (29.).

Von Christoph Winkel Der Wecker klingelte früh, bereits um elf Uhr pfiff der Unparteiische das Spitzenspiel der Kreisliga A auf dem Ascheplatz an der Christuskirche an. KSV-Trainer Tolga Poyraz hatte ein schweres Spiel erwartet, eine Partie, bei der sein Team alles abrufen müsse, um dem Spitzenreiter gefährlich werden zu können. Dabei hätte vielleicht ein einziger vernünftiger Spielzug innerhalb der 95 gespielten Minuten gereicht.

Den zeigten nämlich die Heiligenhauser in der 29 Minute und verließen eben durch diese einzige gelungene Aktion das Feld als Sieger. KSV-Mittelfeldmotor Cengiz Daskin vertendelte den Ball im Mittelfeld. Tim Röser bediente den stark spielenden Phillip Horn mustergültig, der das Leder mit dem Außenrist in die linke untere Torecke schob. Ansonsten boten die 22 Akteure den Frühaufstehern fußballerische Magerkost. Doch zumindest kämpferisch kann man beiden Mannschaften nichts vorwerfen. Heiligenhaus stand in der Defensive kompakt, ließ den technisch starken KSV-Spielern wie Daskin oder auch Ismail Arik keinen Platz zur Entfaltung. Die beste Chance zum Ausgleich hatte allerdings Stürmer Ömer Adanur, als er kurz nach der Pause einen Kopfball völlig freistehend über das Gehäuse setzte. Tomislav-Zugang Nurullah Atac schien sich mehr mit sich selbst und dem Schiedsrichter zu beschäftigen, als sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Nach gut einer Stunde nahm der Stürmer einen Haufen Asche in die Hand und schmiss diesen in Richtung seines Gegenspielers. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und zückte den roten Karton.

Eine Viertelstunde später durfte dann auch Mannschaftskollege Mourem Orahou draußen Platz nehmen. Trotz mehrfacher Ermahnungen fällte er einen Gegenspieler am gegnerischen Strafraum und sah die Ampelkarte. Wer spätestens jetzt ein spielerisches Übergewicht der Gäste erwartete, wurde enttäuscht. Anscheinend beflügelt durch die Feldverweise kämpfe der KSV unermüdlich. Torchancen blieben dennoch weiterhin Mangelware.



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