Kein meisterlicher Start an der Mosel

Holger Parassini schaffte mit starken 953 Holz die viertbeste Leistung des Spieltages und hielt seine Heiligenhauser damit zunächst im Spiel. Doch dann folgte der Einbruch und das SKH-Team sackte auf Platz vier ab.
Holger Parassini schaffte mit starken 953 Holz die viertbeste Leistung des Spieltages und hielt seine Heiligenhauser damit zunächst im Spiel. Doch dann folgte der Einbruch und das SKH-Team sackte auf Platz vier ab.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Bundesliga-Kegler von SK Heiligenhaus kommt gar nicht gut in die Playoff-Runde. Am ersten Spieltag beim KSV Riol erweisen sich die Konkurrenten als überlegen.

Riol/Heiligenhaus..  Einen verunglückten Start in die Meisterrunde erwischten die Bundesliga-Kegler vom SK Heiligenhaus. Was Kapitän Marcel Grote im Vorfeld schon ahnte, wurde am ersten Spieltag der Meisterrunde in Riol Realität. Auf den Hochleistungs-Bahnen an der Mosel sind die Heiligenhauser nur bedingt konkurrenzfähig.

Zu stark präsentieren sich die Kontrahenten aus Holten, Riol und vor allem aus Oberthal. Die Saarländer, die in diesem Jahr die 15. Meisterschaft in Folge anpeilen, erzielten schon am ersten Spieltag eine kleine Vorentscheidung, in dem sie das Match mit beeindruckender Leistung gewannen. Beim Rekordmeister war Klaus Benoist mit 920 Holz der „schlechteste“ Akteur. Der Rest des Teams hielt die Qualität konstant hoch-die Heiligenhauser konnten nur drei Blöcke mithalten und waren mit nur 10 Holz Rückstand zur Spitze kurzzeitig in Schlagdistanz.

Mittelstädt mit starken 934 Holz

Grote selbst kam nicht so richtig gut ins Spiel, brachte sich aber durch 15 „Blanke“, also Neuner in Folge im Abräumen auf Bahn drei wieder auf Kurs und endete bei ordentlichen 910 Holz. Daniel Mittelstädt knüpfte dort an und setzte mit 934 Holz ein Heiligenhauser Ausrufezeichen- sollte man meinen. Denn trotz der fehlerlosen Vorstellung verlor er seinen Block gegen die sensationelle Konkurrenz (Steines, Riol 952; Laukmann, Holten 955; Schulz, Oberthal 946). „Mitzuerleben, wie sich diese Top-Leute die Neuner um die „Ohren hauen“, ohne dabei auch nur die kleinste Schwäche zu offenbaren, ist einen Besuch bei den Playoffs schon wert.“ Bei einer Acht im Räumen wird sich schon geärgert, weil die Kegler wissen, dass diese kleinen Fehler in der Endabrechnung entscheidend werden können.

Ohne Fehl und Tadel präsentierte sich Holger Parassini, der sich auf derartigen Kunststoff-Bahnen pudelwohl zu fühlen scheint. Mit 953 Holz erzielte das Urgestein die viertbeste Zahl des Tages und hielt die Heiligenhauser im Spiel.

Dann folgte das, was der Kapitän befürchtete. Während seine Mannschaft stark abbaute, legte die Konkurrenz eher noch eine Schippe drauf und scheint sich mit der Drucksituation in den Playoffs einfach wohler zu fühlen.

Kerim Demirbag spielte zwar eine gute erste Halbzeit, beendete den Wettkampf allerdings nur mit 869 Holz. Auch Robin Holler mit 838 Holz und Thomas Habeth 830 Holz spielten deutlich unter ihren Möglichkeiten-und erst recht unter dem Niveau des ersten Spieltags in Riol.

Oberthal, Riol und Holten punkteten weiter auf allerhöchstem Niveau und machten den Spieltags Sieg unter sich aus. Der Rekordmeister holte sich mit 5643 Holz den ersten Platz und schraubte seinen Gesamtpunktestand auf insgesamt acht Punkte. Zweiter wurde die Heimmannschaft aus Riol mit 5607- nun Dritter mit vier Punkten. Holten erzielte 5507 Holz und liegt mit fünf Punkten noch auf Platz zwei des Gesamt- Klassements. Heiligenhaus lief bei 5334 Holz ein und läuft der Musik nun als Vierter hinterher.