Im Stile einer Spitzenmannschaft

Auch von mehreren Gegenspielern nicht zu stoppen: Jeffrey Tumanan (schwarzes Trikot) traf gegen den VfB Hilden doppelt.
Auch von mehreren Gegenspielern nicht zu stoppen: Jeffrey Tumanan (schwarzes Trikot) traf gegen den VfB Hilden doppelt.
Foto: Detlev Kreimeier
Was wir bereits wissen
In Hilden lässt sich die SSVg Velbert weder vom alten Kunstrasen noch von einem 0:2-Rückstand beirren und siegt letztlich verdient mit 4:2. Jeffrey Tumanan trifft doppelt.

Hilden.. VfB Hilden –
SSVg Velbert 02 2:4 (2:1)

SSVg: Sprenger, Zander, Pappas, Andersen, Schultens, Zent (46. Dogan), Müller (75. Mühlhause), Schmidt, Hagemann, Tumanan, Mondello (65. Schlösser).
Tore: 1:0 (12.), 2:0 (17.), 2:1 Tumanan (30.), 2:2 Hagemann (52.), 2:3 Tumanan (58.), 2:4 Mühlhause (83.).
Schiedsrichter: Benedikt Langenberg
Zuschauer: 75

Oberligist SSVg Velbert hat auf dem Weg in Richtung Regionalliga-Aufstieg einen weiteren Stein aus dem geräumt. Gegner VfB Hilden erwies sich dabei zumindest in der ersten Hälfte als schwerer Brocken. Nach einer Systemumstellung und dank zweier Tumanan-Treffer siegte die Elf von André Pawlak letztlich verdient mit 4:2 und hält Verfolger Wuppertal auf Abstand.

„Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben die Ruhe bewahrt und am Ende im Stile einer Spitzenmannschaft gewonnen“, stellte André Pawlak nach dem Schlusspfiff fest. Velberts Trainer nimmt die positive Entwicklung innerhalb seines Teams zufrieden zur Kenntnis. In der Hinrunde hätten die Blauen solch eine Partie wohl weniger erfolgreich über die Runden gebracht.

Schneller 0:2-Rückstand

Auf dem fast schon historischen Kunstrasen in Hilden tat sich die SSVg zu Beginn schwer mit dem aggressiven Pressing der Gastgeber, die nach zwölf Minuten durch einen Schuss von der Seitenauslinie mit 1:0 in Führung gingen. Nur fünf Minuten später sorgte der nächste Sonntagsschuss für das schnelle 2:0. Velberts Keeper Philipp Sprenger war bei beiden Gegentoren machtlos.

Im Hildener Regen stellte André Pawlak in der Folge auf ein 4-1-4-1 um und sollte seine Elf damit auf den richtigen Weg bringen. Die Blauen hatten nun mehr Ballkontrolle und verkürzten nach exzellenter Vorarbeit von Philipp Schmidt durch Jeffrey Tumanan auf 1:2. „Zur Pause haben wir Dogan als zweiten Zehner gebracht, um Hildens Sechser noch mehr unter Druck zu setzen“, erklärte Pawlak seinen Schachzug nach der Pause.

Seine Spieler dominierten die Partie nun und hätten bereits in der 48. Minute durch Schmidt ausgleichen können. Der Stürmer scheiterte jedoch am Pfosten. In Minute 52 erzielte schließlich Kevin Hagemann den überfälligen 2:2-Ausgeleich.

Nach knapp einer Stunde drehte Jeffrey Tumanan, beflügelt von seiner Vertragsverlängerung, die Partie zu Gunsten der SSVg. Mit der Führung im Rücken hatten Velberter die Begegnung im Griff und das Glück auf ihrer Seite: In der 72. Minute klatschte ein Hildener Schuss an den Querbalken. „Dann wäre das Spiel wieder offen gewesen, aber wir das Quäntchen Glück des Spitzenreiters“, so Pawlak erleichtert. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Marvin Mühlhause mit einem herrlichen Distanzschuss zum 4:2 (83.).

In der Tabelle behält die SSVg ihr Vier-Punkte-Polster gegenüber dem WSV und trifft am Gründonnerstag auf Aufsteiger FC Bocholt.