HSG Velbert: Fleiß schlägt Talent

Olaf Schulz und die HSG scheiterten in der abgelaufenen Saison knapp am Aufstieg in die Verbandsliga. Der Titel ist aber auch weiterhin nicht Pflicht.
Olaf Schulz und die HSG scheiterten in der abgelaufenen Saison knapp am Aufstieg in die Verbandsliga. Der Titel ist aber auch weiterhin nicht Pflicht.
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Olaf Schulz will mit der HSG Velbert/Heiligenhaus in der neuen Saison attraktiven Handball mit jungen Spielern auf die Platte bringen

Velbert..  Der verpasste Aufstieg ist schon lange abgehakt. Mittlerweile wird bei der HSG Velbert/Heiligenhaus schon an den Grundlagen für die neue Saison gearbeitet. Trainer Olaf Schulz muss sein Team neu ausrichten und setzt dabei gezielt auf Talente aus den eigenen Reihen. Den Aufstieg will man sich auch in der kommenden Spielzeit nicht auf die Fahnen schreiben, dafür aber attraktiven Handball und Identifikation.

Drei Monate bis zum Saisonstart

Ziemlich genau drei Monate vor dem Beginn der neuen Saison versammelte Olaf Schulz seine Mannschaft in der vergangenen Woche wieder um sich. Die handballfreie Zeit sollte nicht zu lang werden, schließlich will man ab September wieder ein ernstes Wörtchen in der Landesliga mitreden. „Wir haben bewusst so früh angefangen. Allerdings sind wir erstmal locker eingestiegen, spielen viel Fußball und halten uns so fit“, beschreibt Olaf Schulz den Aufgalopp.

Vor allem soll sich das Team untereinander besser kennen lernen. Zwar sei der Großteil des Teams zusammen geblieben, einige neue Gesichter gibt es aber dennoch bei der HSG: Karsten Mühlenhaupt, Lars Görgen, Dennis Herden und Oliver Franke gehören nicht mehr zum Team. Mit Kevin Hellmond und Michael Schellenbeck präsentierten die Velberter dafür zwei Neuzugänge. „Beide passen richtig gut in unsere Truppe und sind spielerisch hervorragend“, zeigt sich Schulz begeistert. Beide Akteure wechselten vom TB Wülfrath zu den Adlern.

Die restlichen Plätze will der HSG-Trainer mit Talenten aus den eigenen Reihen auffüllen. Damit bleiben die Verantwortlichen weiterhin ihrem Credo treu, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, mit der sich auch die Zuschauer identifizieren können. Olaf Schulz ist von diesem Konzept überzeugt: „Ich weiß, dass es kein einfacher Weg ist, aber es ist der richtige Weg.“

Zehn Talente beim Training

In der ersten Trainingswoche konnte Schulz gleich zehn Nachwuchsspieler der Jahrgänge 1998 und 1999 in der Sporthalle begrüßen. „Es geht vor allem um das individuelle Training und die Bereitschaft. Fleiß schlägt Talent“, so der HSG-Coach.

Eine klare Zielsetzung will der Verein derweil nicht formulieren. Der Aufstieg sei nicht das erklärte Ziel. Vielmehr wolle man attraktiven Handball spielen und sehen, was am Ende dabei herauskommt. Auf jeden Fall wird mit den Adlern auch in der neuen Saison zu rechnen sein.