HSG rundet gute Hinrunde ab

Trainer Olaf Schulz konnte mit dem Sieg und mit der ersten Hälfte zufrieden sein, die zweite Halbzeit gefiel ihm hingegen überhaupt nicht.
Trainer Olaf Schulz konnte mit dem Sieg und mit der ersten Hälfte zufrieden sein, die zweite Halbzeit gefiel ihm hingegen überhaupt nicht.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Landesliga-Herren von Velbert/Heiligenhaus schlagen die HSG Jahn/West mit 29:28. Damit liegen die Adler gemeinsam mit dem HSV Dümpten an der Tabellenspitze.

Velbert.. HSG Velbert/Heiligenhaus -
HSG Jahn/SC West 29:28 (19:10)

HSG Velbert/Heiligenhaus: Musacchio, Völker, Görgen (4), Mühlenhaupt (8/4), Merten (3/1), Schulz (6), Franke,Markowicz, Wichelhaus (2, Herden (4,Püttmann, Leonhardt (1, Schmitz (1).

Die Handball-Herren der HSG Velbert/Heiligenhaus haben die Hinrunde der Landesliga mit einem Sieg und einer starken Bilanz abgerundet. Gegen die HSG Jahn/West setzten sich die Adler im heimischen Emka-Sportzenrum mit 29:28 (19:10) durch und landen damit zum Abschluss der ersten Serie auf dem zweiten Platz — punktgleich mit Tabellenführer HSV Dümpten — die Zwischenbilanz eines Aufstiegskandidaten, der allerdings nur eine Halbzeit lang so auftrat.

Denn nach einem überzeugenden ersten Durchgang ließen die Adler nach, so dass sie froh sein konnten, den Sieg noch über die Runden gebracht zu haben. „Am Ende war es ein Zittersieg“, gestand HSG-Trainer Olaf Schulz. Er hatte zuvor eindringlich gewarnt. Die Gäste seien mit routinierten Spielern, die in höheren Klassen gespielt haben, ein harter Brocken. Und zunächst konnte er seinen Spielern auch nicht vorwerfen, dass sie seine Warnungen ignoriert hätten. „Unsere Leistung im ersten Durchgang war sehr erfreulich“, lobte Schulz.

Zwei verschiedene Halbzeiten

Sein Team spielte konzentriert auf und hatte die Gäste gut im Griff. Die deutliche 19:10-Führung zur Pause war der verdiente Lohn — aber womöglich auch eine Verführung zum Leichtsinn. Denn in der zweiten Halbzeit lief bei der HSG nicht mehr viel zusammen.

Es klappte hinten und vorne nicht mehr. Hinten, weil die Defensive nun die Aggressivität und das Engagement vermissen ließ und vorne, weil die Angreifer überhastet und unkonzentriert abschlossen.

Dagegen nutzten die Gäste die ihnen plötzlich zugestandenen Freiheiten gerne aus. Fast jeder Wurf war ein Treffer, der fast uneinholbare Vorsprung der Gastgeber schmolz dahin. Am Ende mussten bei der HSG ein paar Einzelaktionen herhalten, um den Sieg noch über die Zeit zu bringen.

„Die zweite Halbzeit kann man nur mit einem kollektiven Black-Out beschreiben. Vielleicht haben einige das Spiel schon abgehakt“, meinte Trainer Olaf Schulz, der am Ende erleichtert war, dass nichts mehr schief ging.

Denn der insgesamt wenig überzeugend errungene Sieg fiel unter die Kategorie „knapp, aber wertvoll.“ Das 29:28 sichert seinem Team den Platz im Spitzentrio. Die HSG sowie die beiden Mülheimer Mannschaften HSV Dümpten und DJK Styrum werden wohl den Aufstieg unter sich ausmachen. Das Trio hat zum Tabellenvierten Rade/Herbeck bereits sechs bis sieben Punkte Abstand. Vorne liegen der HSV Dümpten und die HSG mit jeweils 23:3 Punkten, mit 22:4 Zählern folgt die DJK Styrum 06 — und sie ist am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Halle Birth zu Gast bei der HSG Velbert/Heiligenhaus.

Das wird ein absolutes Topspiel für die Adler – und hier erwartet Trainer Olaf Schulz nicht nur 30, sondern 60 Minuten Vollgas: „Wir brauchen über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung und maximales Engagement. Schwächephasen können wir uns in dieser Partie auf keinen Fall erlauben.“