HSG patzt im Aufstiegsrennen

Hinein ins Glück: Der Niederbergische HC mischt die Landesliga weiterhin auf und setzt seinen Siegeszug unbeirrt fort.
Hinein ins Glück: Der Niederbergische HC mischt die Landesliga weiterhin auf und setzt seinen Siegeszug unbeirrt fort.
Foto: Uwe Möller
Bei der HSG Rade/Herbeck leisten sich die Adler die zweite Saison-Niederlage und unterliegen mit 31:34. Vor allem die Torleute enttäuschten

Velbert..  Aufgrund einer defensiv dürftigen Vorstellung musste die HSG Velbert/Heiligenhaus am 15. Spieltag der Landesliga Gruppe 4 die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Bei der HSG Rade/Herbeck unterlag die Mannschaft von Trainer Olaf Schulz letztlich zurecht mit 31:34 (18:20).

„Man muss nicht um den heißen Brei herumreden. Rade war heute die konstantere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, stellte Schulz fest. Von Beginn an einem Rückstand hinterher laufend vermochten es die Adler nicht, diesen im ersten Durchgang auch nur einmal zu egalisieren. Stellvertretend für den gebrauchten Tag steht die letzte Szene des ersten Durchgangs. Die Gäste hatten einen frühen Sechs-Tore-Rückstand bis auf ein Tor abgearbeitet, fingen sich aber mit dem Pausenpfiff einen direkten Freiwurf zum 18:20. Schulz: „Das letzte Gegentor vor der Halbzeit war symptomatisch. Wenn wir verkürzen konnten, war Rade im Gegenzug sofort mit einem eigenen Erfolg zur Stelle.“

Gegner mit passenden Antworten

Im zweiten Spielabschnitt wurde es nicht besser. Offensiv war der HSG Velbert/Heiligenhaus kaum ein Vorwurf zu machen, doch die Hausherren wussten einfach im richtigen Moment die Tore zu werfen. So blieb Schulz’ Truppe zwar immer dran, zum Ausgleich oder gar der Führung sollte es aber nicht mehr reichen.„Wir haben 31 Tore geworfen, das muss normalerweise immer für einen Sieg reichen. 34 Gegentore sind einfach unfassbar, jeder Wurf war ein Treffer. Aber jammern bringt uns nicht weiter, wir müssen im nächsten Spiel Charakter zeigen.“

Durch den Ausrutscher beim Tabellenvierten musste die HSG den ehemals punktgleichen Tabellenführer aus Dümpten, der sein Spiel gegen den nächsten Gegner Gerresheim überdeutlich gewann, ziehen lassen.

Torhüter mit schwachem Auftritt

In knappen Angelegenheiten kommt es häufig auf einen starken Rückhalt im Tor an. Doch die Torleute Nils Völker und Dario Musacchio konnten den Adlern diesmal kaum weiterhelfen. „Leider haben beide Torhüter einen rabenschwarzen Tag erwischt. Sie haben keinen Ball zu fassen bekommen“, stellte der Trainer fest.

Bester Torschütze der Gäste war Karsten Mühlenhaupt mit zehn Treffern, gefolgt von Steffen Schulz mit sechs Treffern sowie Dennis Herden und Felix Merten, die es jeweils auf fünf Torerfolge brachten. Gegen die HSG Herresheim 04 fordert Schulz „mentale Stärke und Siegeswillen. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen.“