HSG feiert Sieg beim Torfestival

Voller Einsatz auch im vorletzten Heimspiel: Trainer Olaf Schulz trieb die HSG Velbert/Heiligenhaus zum Sieg über Tura Essen Altendorf an.
Voller Einsatz auch im vorletzten Heimspiel: Trainer Olaf Schulz trieb die HSG Velbert/Heiligenhaus zum Sieg über Tura Essen Altendorf an.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Landesligist HSG Velbert/Heiligenhaus bezwingt Tura Altendorf mit 33:31. Gute Stimmung im Sportzentrum trotz des verpassten Aufstiegs.

Velbert.. HSG Velbert/Heiligenhaus -
SG Tura Altendorf 33:31 (15:14)

HSG: Musacchio, Neugebauer, Görgen (4), Mühlenhaupt (11/2), Merten (4), Schmitz (3), Steffen Schulz (2), Wichelhaus (2), Herden (7), Püttmann, Alexander Markowicz, Franke.

Die Saison in der Handball-Landesliga ist aus Sicht der HSG Velbert/Heiligenhaus gelaufen, abgehakt ist sie für die Adler allerdings noch nicht, was sie bei ihrem Heimerfolg über das Essener Team Tura Altendorf unterstrichen.

Rein rechnerisch ist ja eh noch nicht alles entschieden, weil noch vage theoretische Chancen auf den Aufstieg bestehen. Aber da müsste Spitzenreiter HSV Dümpten kurz vor Schluss völlig einbrechen. Und das werden die Mülheimer sicherlich nicht. Am Wochenende feierten sie mit dem 30:26 über die Reserve des Kettwiger TV ihren Saisonsieg Numero 21 – und das in 23 Spielen. Eine einzige Partie hat der kommende Aufsteiger Dümpten in der Spielzeit 2014/15 erst verloren.

Da kommen die Adler nicht mehr dran. Gleichzeitig dürfte sich die HSG den zweiten Tabellenplatz der Landesliga, Gruppe 4, in den letzten paar Spielen auch nicht mehr nehmen lassen.

Den Zuschauern etwas bieten

Von daher ist also alles geklärt — und das bietet Gelegenheit, unverkrampft und mit Spaß am Spiel aufs Parkett zu gehen — so wie beim 33:31 (15:14) über die SG Tura Altendorf. Viele Tore und ein verdienter Sieg. Den Zuschauern im Emka-Sportzentrum wurde im vorletzten Heimspiel der Saison noch etwas geboten. „Und so hatten wir uns das auch vorgestellt“, erklärte HSG-Trainer Olaf Schulz.

Einerseits sollte das Erlebnis Handball nicht zu kurz kommen, andererseits aber auch das Ergebnis stimmen. Zumal das Hinspiel-Resultat ja nicht gepasst hatte. Da hatte es beim Remis in Essen einen unerwarteten und empfindlichen Punktverlust für den Aufstiegsanwärter gegeben. Nun ist die Revanche geglückt.

Den Grundstein legten die Gastgeber mit einer starken Anfangsphase. Sie wirkten von Beginn an druckvoll und konzentriert, hatten das Spiel klar im Griff und warfen sich eine 14:9-Führung heraus.

Trainer Schulz ergriff daraufhin die Gelegenheit, ein wenig zu experimentieren. „Es sah auch alles nach einer klaren und deutlichen Angelegenheit aus. Ich habe dann kräftig durchgewechselt, alle Spieler sollten noch einmal ordentlich Einsatzzeiten bekommen.“

Dass dadurch der Spielfluss ein wenig ins Stocken geriet und die Essener aufkamen, nahm er in Kauf: „Ich war mir sicher dass wir diese Partie nicht verlieren werden. Auch wenn es knapp war.“ Einmal war es tatsächlich sehr knapp, die Gäste kamen da bis auf ein Tor heran. Und in der zweiten Hälfte hielten sie gut mit. Doch in den entscheidenden Phasen warfen die Adler ihre Tore.

In der Schlussphase verhalf Schulz dann noch dem 17-jährigen Torwart Branco Neugebauer zu seinem ersten Einsatz in der 1. Herrenmannschaft. „Er parierte einige schwere Bälle. Das hat er sehr gut gemacht“, fand der Trainer, der diesmal auch das Umfeld in sein Lob einschließen wollte.

Zum Erlebnis Handball gehört ja auch die Unterstützung: „Mit Uwe Streibelt (DJ) und Peter Stamm (Hallensprecher) haben wir zwei tolle Typen am Start, die für super Stimmung in der Halle sorgen. Und die HSG-Einlaufkids sind mittlerweile ein fester Bestandteil und feuern kräftig an. Das macht Spaß!“