Holt sich der SC Velbert das doppelte Triple?

ene Burczyk und sein Trainer Ralf vom Dorp (r.) sind heiß auf den nächsten Titel in der Halle.
ene Burczyk und sein Trainer Ralf vom Dorp (r.) sind heiß auf den nächsten Titel in der Halle.
Foto: Uwe Möller
Die Stadtmeisterschaft hat der SC Velbert bereits gewonnen, nun steht das abgespeckte Niederberg Masters an. Der Attraktivität des Turniers soll das kleinere Feld aber nicht schaden.

Velbert.. Budenzauber und der SC Velbert. Das war in den vergangenen Jahren immer wieder eine erfolgsversprechende Liaison. Nachdem der Sportclub vor dem Jahreswechsel durch einen packenden Finaltriumph über den TVD Velbert schon zum dritten Mal in Serie die Velberter Stadtmeisterschaft für sich entscheiden konnte, soll selbiges nun auch am Sonntag bei den Niederberg Masters in Wülfrath gelingen. Die Aussichten hierfür sind in trüben Wintertagen sonnig.

Weniger Teams als in den Vorjahren

Das traditionell vom 1. FC Wülfrath ausgerichtete Adolf-Lutz-Gedächtnisturnier, besser bekannt als Niederberg Masters, startet in diesem Jahr mit einer im Vergleich zu den letzten Turnieren deutlich reduzierten Teilnehmerzahl und wird daher an nur einem Turniertag ausgetragen.

Lediglich neun anstatt wie im Vorjahr 16 Mannschaften nehmen teil, darunter die Zweitvertretungen des Titelverteigers SC Velbert und des Gastgebers Wülfrath. „Einige Mannschaften setzen ihre Prioritäten in dieser Saison wohl im Ligabetrieb“, vermutet SC-Trainer Ralf vom Dorp. Die fehlenden Stammgäste SSVg Heiligenhaus, der TVD Velbert und Union Velbert haben im Auf- bzw. Abstiegskampf tatsächlich alle Hände voll zu tun und können sich Verletzungen von Leistungsträgern nicht erlauben.

Diese will sich der Spitzenreiter der Landesliga zwar auch nicht leisten, aber „beim Turnier in Wülfrath werden wir in einer anderen Formation auftreten als bei der Stadtmeisterschaft. Es gab einige Härtefälle, die haben jetzt die Gelegenheit verdient, sich auch in der Halle zeigen zu dürfen. Außerdem sind wir der Titelverteidiger“, begründet vom Dorp die Teilnahme der Clubberer. Mit Hinblick auf Andre Adomats bei der Stadtmeisterschaft erlittenen Verletzung werden die Topspieler geschont. Vom Dorp: „Natürlich wollen wir ein gutes Turnier spielen, doch das Wichtigste ist, dass wir verletzungsfrei bleiben.“

Durch das Fernbbleiben zuvor genannter Kontrahenten sieht die Konkurrenz bei der diesjährigen Ausgabe in der Fliethe auf dem Papier machbar aus, doch schon die Stadtmeisterschaften bewiesen, dass klassentiefere Teams in der Halle durchaus zu beachten sind. Der SC bekommt es in der Vorrundengruppe 2 mit dem Bezirksligisten ASV Mettmann sowie den beiden B-Ligisten Einigkeit Dornap und Wülfraths zweiter Mannschaft zu tun.

In der anderen Gruppe treten neben der ersten Mannschaft des Gastgebers die Zweitvertretung des SC Velberts, der SC Ballfreunde Neandertal aus der Bezirksliga und mit den Mettmanner Kickers 06 und Trabzonspor Wuppertal-Heiligenhaus ebenfalls zwei B-Ligisten an.

SC hat die besten Karten

Die Favoritenrolle? Die hat logischerweise der Sportclub inne, dies kann auch der Übungsleiter nicht dementieren: „Bei unseren Hallenergebnissen können wir die Favoritenrolle nicht abstreifen, aber wir nehmen sie gerne an. Zunächst wollen wir in das Halbfinale kommen, danach sehen wir weiter.“