Helau oder Ciao? Velberter Sportler reden über Karneval

Z Bei uns im Ruhrpott ist das mit dem Karneval ja nicht ganz so ausgeprägt wie im Rheinland. Ich würde mich dennoch schon als Jecken bezeichnen. Durch die zwei Jahre, die ich in Köln gelebt habe, durfte ich auch die Stimmung dort miterleben. Da wir zwei kleine Kinder zuhause haben, werden wir aber nicht wegfahren. Auf den Rosenmontagszug in meiner Heimatstadt Recklinghausen gehen wir aber. Dort werden sich auch tausende von Narren rumtreiben. Zeitlich ist bei mir berufsbedingt aber mehr auch nicht möglich, auch wenn ich gerne mehr mit Karneval zu tun hätte. Vor kurzem war ich auch im Forum Niederberg und habe an der Velberter Karnevalssitzung teilgenommen. Also ich finde das ganze Spektakel schon sehr lustig.“

Z Ich bin kein großer Karnevals-Fan, aber auch kein Karnevals-Hasser. Es kann ja durchaus auch ganz lustig sein. Als Student überschneidet sich närrische Zeit eigentlich immer mit der Klausurenphase. Von daher ist es schwer, richtig zu feiern. Ich bin da aber auch nicht so exzessiv, für mich ist das nicht die fünfte Jahreszeit. Ich würde mir zum Beispiel niemals schon Monate vorher Gedanken darüber machen, was ich für ein Kostüm anziehe. Als Kind war das schon anders: Da hat man das natürlich mitgemacht und hatte seinen Spaß. Mit der Zeit ist das dann aber weniger geworden. Von daher würde ich mich jetzt sicher nicht als Ober-Narren beschreiben.“

Z Ich habe zwei Kinder, die Karneval gerne feiern möchten. Da kommt das Pfannkuchenessen unseres Netzballvereins am Rosenmontag natürlich gelegen. Das ist für alle närrischen Mitglieder und Freunde eine beliebte Anlaufstelle vor oder nach dem Rosenmontagszug. Bei mir persönlich sieht die Karnevalsplanung immer unterschiedlich aus: In manchen Jahren wird extrem gefeiert, wobei wir auch schon mit den Kindern einen Kurzurlaub eingelegt haben. In diesem Jahr war ich zum Beispiel erst auf einer Herrensitzung. Ich würde sagen, man muss die Feste feiern, wie sie fallen.“

Z Helau und Alaaf! Nein Spaß, ich bin absolut kein Karnevals-Fan. Ich finde das schön und gut, wenn sich die Leute verkleiden und Spaß haben, aber für mich ist das wirklich nichts. Wenn ich zu einem Umzug gehen, dann mache ich das nur meinen Kindern zuliebe. Für die ist das ein großer Spaß. In diesem Jahr stellt sich die Frage nach Karneval allerdings sowieso nicht. Wir sind am Samstag und Sonntag mit der Langenberger SG auf einem Taekwondo-Wettkampf und deshalb sowieso beschäftigt. Man findet aber eigentlich immer gute Alternativen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich früher schon ab und zu mit meinen Freundinnen zum Rosenmontagszug gegangen bin. Aber natürlich nur, um zu gucken. Mehr als ein Herzchen auf der Wange oder ein Hut ist nicht drin gewesen.“

Z Die Zeiten, in denen ich ein richtiger Karnevals-Jeck war, die sind vorbei. In meinem Alter lässt man es dann doch eher etwas ruhiger angehen in der närrischen Zeit. Früher war das aber anders. Ich komme aus Mettmann, da haben wir an Karneval die Gegend unsicher gemacht. Gerade als meine Kinder noch kleiner waren, sind wir oft auf Rosenmontagszüge gegangen und waren mit vollem Einsatz dabei. Jetzt ist es auch zeitlich etwas schwieriger als früher. Wir trainieren an Rosenmontag ganz normal, um uns auf den Schlussspurt im Aufstiegsrennen vorzubereiten. Alles in allem sehe ich die Karnevalszeit positiv. Ich finde das ganz nett, wenn die ganzen Leute in ihren bunten Kostümen die Straßen säumen.“