Heiligenhauser Strand bleibt die Attraktion

Auch die Damen schlugen beim Beachvolleyball in der City zu einem nationalen Top-Turnier auf.
Auch die Damen schlugen beim Beachvolleyball in der City zu einem nationalen Top-Turnier auf.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Beachserie des TVH beim Stadtfest trifft den Nerv der Aktiven und der Besucher. Auf dem zur Sandanlage umfunktionierten Kirchplatz wird Sport auf hohem Niveau geboten

Heiligenhaus.. Typische Ansage auf der Facebook-Seite des Heiligenhauser Stadtfestes: „Heute Finaltag beim Volleyball. Kommt früh genug vorbei, denn die große Tribüne ist schnell voll besetzt.“ Und selbstredend kamen sie wieder in Scharen, die Freunde des Beachvolleyballs, um das sportlichen Strandgefühl mitten auf dem Kirchplatz zu genießen. Das viertägige Beachvolleyball-Spektakel, das der Gastgeber TV Heiligenhaus nun schon zum zehnten Mal aus Anlass des Heiligenhauser Stadtfestes auf die Beine gestellt hatte, traf den Nerv der Aktiven und der Zuschauer.

Nicht nur die Tribüne war voll besetzt, auf der ganzen Anlage brauchten sich die Ausrichter über mangelnde Resonanz nicht zu beklagen. „Es war die meiste Zeit brechend voll“, berichtet Björn Thoenes vom Organisationsteam, das bei der viertägigen Veranstaltungsserie wieder ganze Arbeit geleistet hatte. 250 Tonnen Sand hatten sie in den vergangenen Jahren verschüttet, um den Kirchplatz in einen Strand zu verwandeln — diesmal waren es gar 300 Tonnen, dazu Palmen, Cocktailbar und alles, was das Beach-Herz begehrt.

Bei Sonnenschein oder Flutlicht

Das vielleicht Beste gab es sogar umsonst: Herrliches Sommerwetter. An einem der vier Tage war es sogar schon fast zu heiß. Da verschärfte sich die Gewitterneigung, so dass ein Hobby-Mixed-Turnier vorsichtshalber nicht ausgetragen wurde. „Ansonsten war es optimal, wir konnten auch unter Flutlicht bis nach Mitternacht spielen“, berichtet Thoenes.

Zum Volleyball auf Sand in der Sonne auch noch Volleyball unter Flutlicht — ein Beispiel für den Variantereichtum des Beachfestes, das alle Sparten vom Breiten- über den Schul- bis zum Spitzensport abdeckte. Auch hier fiel die Bilanz sehr gut aus: Die erstklassig besetzten Haupt-Turniere, in denen es neben stattlichen Preigeldern auch um Punkte für die Deutsche Meisterschaft ging, boten tollen Sport.

Die Turniertour-Moderatoren, die erstmals auch in Heiligenhaus eingesetzt wurden, brachten die Zuschauer zusätzlich in Fahrt. Auch die regionalen und eher breitensportlich ausgerichteten Turniere verfehlten ihre Wirkung nicht, zumal sie mit kräftigem Lokalkolorit leuchteten.

Beim Kreisturnier der Herrenklasse C brachte es ein Duo des Veranstalter-Vereins sogar bis aufs Siegertreppchen: Tim Kartheuser/Tobias Terworth vom TVH erkämpften sich Platz drei.

Beim Siegerteam Frank Kerlin (Beach 2000)/Peter Schmitz (Halle Mensch) spielte zudem in Person von Kerlin ein weiterer Heiligenhauser. Die Paare Markus Schafferus/Nils Ost und Tobias Przetak/Rafael Schniewind vom TV Heiligenhaus schnitten jeweils auf Platz neun recht achtbar ab. Obendrein gewann ein früherer Velberter das Hauptereignis: Paul Romund, jetzt beim TSC Münster, siegte mit Partner Paul Becker (TG Rüsselsheim) in der Herren-Konkurrenz des Croll&Sondermann-Beach-Cups.

Beim entscheidenden Spiel zwischen Romund/Becker und der Stuttgarter Kombination Bergmann/Harms verfolgten gut 500 Zuschauer die spektakulären Schmetterschläge und Hechtbagger-Aktionen. Erst in der Verlängerung hatten es Romund/Becker gepackt. Der frühere Velberter fand: „Es hat heute einfach super Spaß gemacht hier -- vor so vielen alten Bekannten und Freunden zu spielen und am Ende auch noch zu gewinnen.“ Damit sprach er wohl für die meisten: Es hat Spaß gemacht.