Heck schmeißt bei der Velberter SG hin

Emotional an der Seitenlinie: Benjamin Heck war seit Beginn der letzten Saison Trainer der VSG und erreichte mit dem Team den Klassenerhalt.
Emotional an der Seitenlinie: Benjamin Heck war seit Beginn der letzten Saison Trainer der VSG und erreichte mit dem Team den Klassenerhalt.
Foto: Socrates Tassos
Was wir bereits wissen
  • Benjamin Heck tritt als Trainer der Velberter Basketballerinnen zurück
  • Grund dafür sei die unterschiedliche Arbeitsauffassung von Mannschaft und Trainer
  • Der Verein ist schon auf der Suche nach einem Nachfolger

Velbert..  Die Gottfried Schultz Baskets Velbert müssen sich auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Benjamin Heck informierte das Team gestern über seinen Rücktritt. Die Verantwortlichen waren schon seit dem Wochenende eingeweiht. Heck hatte zuletzt die Einstellung seines Teams kritisiert und zog nun die Reißleine. Die Velberterinnen haben nach den ersten drei Saisonspielen nur einen Sieg auf ihrem Konto.

Die Bilanz war für Benjamin Heck allerdings nur nebensächlich. Immerhin gewann die VSG unter seiner Leitung saisonübergreifend 14 von 25 Spielen und schaffte im vergangenen Jahr den Klassenerhalt in der Regionalliga. Vielmehr lagen die Beweggründe für den Rücktritt wohl in der unterschiedlichen Arbeitsauffassung von Trainer und Mannschaft. „Die Trainingsbeteiligung nach dem Köln-Spiel war miserabel, das frustriert einen Trainer. Ich hatte zuletzt das Gefühl, dass die Mannschaft es nicht schätzt, in der dritten Liga zu spielen. Damit konnte ich mich leider nicht länger identifizieren“, ließ Heck gegenüber dieser Zeitung frustriert verlauten.

Keine Kurzschlussreaktion

Dem Ex-Trainer war vor allem der Fitnesszustand seiner Spielerinnen ein Dorn im Auge. Die Verantwortung dafür wollte er allerdings bereits nach der Pleite gegen die Rheinstars Köln nicht übernehmen: „Man muss Defizite klar ansprechen. Wenn das Team Probleme nicht einsehen will, dann bin ich der falsche Mann für diese Mannschaft.“ Innerhalb des Teams wurde dagegen die mangelnde Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft kritisiert. Die fehlende Einbindung von Aufbauspielerin Izabela Pinkosz ins Velberter Spiel warf ebenfalls Fragen auf.

Heck habe sich übrigens bereits nach dem ersten Spieltag mit dem Thema Rücktritt befasst. Von einer Kurzschlussreaktion kann also keine Rede sein. Auf Seiten der VSG zeigte man sich vom plötzlichen Entschluss des Trainer dennoch eher überrascht. Abteilungsleiter Sascha Döring wollte auf die Vorwürfe nicht weiter eingehen: „Wir bedanken uns bei Benjamin Heck für seine erfolgreiche Arbeit besonders im ersten Jahr und wünschen im weiterhin alles Gute.“

Hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen derzeit an einer schnellen Lösung auf der vakanten Trainerposition. „Wir haben einen Plan B, die Gespräche dauern aber noch an“, gab Döring am Dienstag eine Wasserstandsmeldung ab.