HCV-Herren im Spitzenspiel gestoppt

Am Ende waren Torwart Maurice Krampe und die Rot-Weißen ausgerutscht: Sie verloren trotz guter Chancen das Spitzenspiel gegen Düsseldorf.
Am Ende waren Torwart Maurice Krampe und die Rot-Weißen ausgerutscht: Sie verloren trotz guter Chancen das Spitzenspiel gegen Düsseldorf.
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Was wir bereits wissen
Das 4:5 gegen den Düsseldorfer HC III kostet die Herren des HC Velbert die Tabellenführung in der Hallenhockey-Verbandsliga. Die Rot-Weißen können ihre Vorteile nicht nutzen

Velbert.. HC Velbert -
Düsseldorfer HC III 4:5 (3:3)

HCV-Herren: Krampe, Sander, Engels, Niedworok, Jülicher, Unruh, Seiffert, Wolf,
Wilhelm, Pfeifer, Bixckenmeier.
Tore: 1:0 Sander (2.) 2:0 Jülicher (7.), 2:1 (16.), 2:2 (21.), 3.2 Unruh (22.), 3:3 (28.), 4:3 Jülicher (36.), 4:4 (45.), 4:5 (52.).

Alle Spiele hatten sie bislang nicht nur gewonnen, sondern sie hatten die Partien auch noch deutlich dominiert und dabei Tore am Fließband geschossen. Doch ausgerechnet im Spitzenspiel wurden die 1. Hockey-Herren des HC Velbert gestoppt. In der heimischen Halle an der Poststraße unterlagen sie dem starken Team des Düsseldorfer HC III knapp mit 4:5 (3:3).

Die beiden ersten Punktverluste in dieser Saison kosten die HCV-Herren auch gleich die Tabellenführung in der 1. Verbandsliga, Gruppe B. Die Landeshauptstädter ziehen dank ihres Coups in Velbert an den Rot-Weißen vorbei.

„Schade, wir wollten diese Partie gegen den direkten Konkurrenten gewinnen“, meinte Keeper Dennis Fülling, der diesmal wegen Verletzung draußen bleiben musste. Für ihn stand fast über die volle Spielzeit Maurice Krampe im Kasten — und an ihm lag es am wenigsten.

Für die Leistung nicht belohnt

Die Fehler wurden weiter vorne gemacht: Die Velberter ließen zu viele gute Möglichkeiten aus. Einige Male scheiterten sie frei vor dem Tor, zudem ließ die Verwertung der Strafecken arg zu wünschen übrig.

Damit brachten sie sich selbst um den Lohn einer engagierten und zeitweise starken Leistung. So waren sie voller Elan in die Partie gestürmt und hatten die Rheinländer in den ersten zehn Minuten regelrecht überrollt.

Sander und Jülicher schossen einen verdienten 2:0-Vorsprung heraus und der HCV schien klar der Herr im eigenen Haus. Doch die Gäste aus Düsseldorf steckten nicht auf, kamen durch eine sehenswerte Einzelaktion zum Anschlusstor und glichen nach einem schönen Angriff über die Außenbahn – diesen Spielzug wendeten sie später noch mehrfach wirkungsvoll an — zum 2:2 aus.

Zwar schaffte Unruh postwendend die erneute Führung für die Velberter, doch die Rheinischen blieben dran und glichen kurz vor der Pause zum 3:3 aus.

In den zweiten Durchgang gingen die Velberter dann wie in den ersten. Mit viel Druck und Spielfreude spielten sie die Düsseldorfer zunächst an die Wand, weshalb das 4:3 durch Jülichers zweiten Treffer in dieser Partie nur konsequent war.

Allerdings hätten die HCV-Herren hier mehr aus ihrer Überlegenheit machen müssen. Mehrfach trafen sie aus bester Position nichts ins Netz, einmal war das Tor schon leer.

Und das rächte sich, die Düsseldorfer wurden wieder stärker und nutzten eine Unachtsamkeit der Velberter zum 4:4. Während die Gastgeber nun allmählich ihren Rhythmus verloren, setzten die Landeshauptstädter entschlossen nach und gingen mit dem 5:4 zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Das sollte ihnen reichen, denn die Velberter fanden nun kein Mittel mehr, obwohl sie alles versuchten.

Das HCV-Trainerduo Sebastian Henning/ Michael Blaschke nahm fünf Minuten vor Schluss eine Auszeit und stimmte die Spieler eindringlich auf den Endspurt ein. Zwei Minuten vor Abpfiff verließ Torwart Maurice Krampe seinen Kasten zu Gunsten eines weiteren Feldspielers: Alles oder nichts. Am Ende gab es nichts, außer dem anerkennenden Applaus des Publikums. Der tröstete aber nur wenig.

Das Trainderuo Henning/Blaschke hatte schnell erkannt, wie die Niederlage des HCV im Spitzenspiel einzustufen sei: Als unnötig. „Wir haben uns das Heft aus der Hand nehmen lassen“, meinte Michael Blaschke mit Blick auf den Spielverlauf.