HCV hat den Aufstieg auf dem Schläger

Vor dem Tor der Rot-Weissen spielten sich einige brenzlige Szene ab. am Ende hatte aber der ebenso knappe, wie wichtige Sieg Bestand.
Vor dem Tor der Rot-Weissen spielten sich einige brenzlige Szene ab. am Ende hatte aber der ebenso knappe, wie wichtige Sieg Bestand.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Velberter Hockey-Damen sind nach dem 4:3 über den ETB auf dem Weg in die Regionalliga kaum noch zu stoppen, zumal der Tabellenzweite Uhlenhorst II nicht aufsteigen darf.

Velbert.. HC Velbert -
ETB SW Essen 4:3 (2:1)

HCV-Damen: Dambor, Kruft, Dörrenhaus, Engels, R. Seiffert, I. Seiffert, Schulte, Pawlak, Doll, Röhricht, Schneider, Jülicher, Arnold, Ehls, Lönnecke, Hänel.
Tore: 0:1 J. Kalker (9./KE), 1:1 V. Arnold (21.), 2:1 H. Ehls (23.), 3:1 V. Arnold (36.), 4:1 J. Hänel (46.), 4:2 J. Kalker (47./KE), 4:3 N. Bergmann (50.)

375 Kilometer entfernt von der Poststraße fiel ein Tor. Irgendwo am Rande von Hamburg. Ein Tor, das eigentlich gar nichts mit dem HC Velbert zu tun hatte, aber doch eigentlich so viel. Die Hockey-Damen des HCV machten danach selbst ihre Hausaufgaben, siegten gegen Schwarz-Weiss Essen mit 4:3 und stehen nun kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga.

Als die 800 Fans des Großflottbeker THGC über das 2:1 gegen Uhlenhorst Mülheim den Aufstieg in die 1. Bundesliga feierten, da hüpften in Velbert ein paar Hockeyfans mit. Denn dadurch, dass die Uhlen den Sprung in die Eliteklasse verpassten, ist deren zweite Mannschaft nicht aufstiegsberechtigt. Und die war der letzte ernsthafte Konkurrent der Rot-Weißen.

Der Drittplatzierte Kahlenberg rangiert bereits elf Punkte hinter dem HCV, kann aber nur noch zwölf holen. Das Freynik-Team braucht also mur noch einen Sieg, um sicher in die 3. Liga zurückzukehren.

Probleme mit starken Essenerinnen

Gegen das Team vom Essener Uhlenkrug zeigte sich allerdings wie schnell auch der Oberligaprimus straucheln kann. Offenbar hatte die frohe Kunde aus dem Norden den HCV eher verunsichert. „Wie schon in den letzten Spielen haben sich heute mal wieder unsere Baustellen Handlungsschnelligkeit und Passqualität gezeigt. Zudem haben wir nicht gut aufgebaut“, ärgerte sich HCV Trainer Manuel Freynik.

Die Essenerinnen gingen in der 9. Minute nach einer eigentlich schon missratenen Strafecke in Führung. Velbert benötigte noch ein paar Minuten, um sich zu akklimatisieren, hatte dann aber die stärkste Phase des Spiels. Vanessa Arnold und Henrike Ehls besorgten binnen zwei Minuten die Führung für den Favoriten.

Der Druck hielt sogar bis nach der Pause an. Mit dem ersten Angriff konnte Vanessa Arnold direkt das 3:1 erzielen. Essen wurde wieder besser. Jule Hänel besorgte nach einem sehenswerten Konter das 4:1. Doch dies war nicht wie angenommen die Vorentscheidung. Die Gäste wurden immer mutiger, Velbert zusehends verunsichert. Durch einfache Fehler baute der designierte Aufsteiger den Gegner weiter auf - plötzlich stand es nur noch 4:3. Der ETB warf in den letzten Minuten alles nach vorne und nahm sogar die Torfrau vom Feld und ersetzte sie durch eine weitere Feldspielerin. Glücklich brachte der HCV den Sieg jedoch über die Zeit.

„Wir haben immer noch eine Menge zu tun. Die Leistung der letzten 30 Minuten war schlecht“, so Freynik. Sein Gegenüber Tobias Bierkämper: „Das fühlt sich ein bisschen an wie ein Sieg. Schade, dass es dafür keine Punkte gibt.“