HCV-Frauen zahlen gegen Bonn Lehrgeld

Gegen den Bonner THV mussten sich die Hockey-Frauen des HC Velbert der brutalen Effektivität ihrer Gegnerinnen geschlagen geben.
Gegen den Bonner THV mussten sich die Hockey-Frauen des HC Velbert der brutalen Effektivität ihrer Gegnerinnen geschlagen geben.
Foto: Rieck
Was wir bereits wissen
Die Abstiegsangst ist beim Team von Manuel Freynik zum Glück gebannt. Gegen den BTHV zog der HCV aber mit 3:6 den Kürzeren und verpasste es, die rote Laterne abzugeben

Velbert.. HC Velbert –
Bonner THV 3:6

Tore: 0:1 E. v. Bethmann (3.), 1:1 J. Röhricht (6.), 1:2 E. v. Bethmann (17.), 1:3 E. v. Bethmann (7m 34.), 1:4 S. Nieland (45.), 2:4 S. Doll (54.), 2:5 L. Völker (58.), 2:6 S. Nieland (60.), 3:6 D. Schneider (KE 60.).

KE: HCV 7 (1), BTHV 4 (0)

Absteiger gibt es keine. Doch die Damen des HC Velbert wollen wenigstens noch die Rote Laterne der zweiten Liga abgeben. Doch auch im Spiel um Platz fünf muss der HCV anerkennen, dass es im Jahr des Umbruchs an der nötigen Regionalligaqualität fehlt. Der Bonner THV siegte beim Schlusslicht in einem besseren Freundschaftsspiel mit 6:3. Ausschlaggebend war die höheren Effektivität auf Seiten der Gäste.

Die lila-weißen erwischten den besseren Start. Elisabeth von Bethmann gelang nach einem Konter der frühe Führungstreffer, der jedoch schnell von Joana Röhricht ausgeglichen werden konnte. Gerade als die Velberterinnen offensiv Oberwasser hatte, leisteten sie sich einfache individuelle Fehler in der Defensive. Einen nutzte wiederum von Bethmann zur Pausenführung. Auch kurz nach der Pause zogen sich die Fehler wie ein roter Faden durch das HCV-Spiel: Nach einem Stockfoul verwandelte von Bethmann den fälligen Siebenmeter sicher und schnürte damit einen Dreierpack.

Velbert bemüht, aber glücklos

Velbert war bemüht und spielte offensiv mutig, wie selten zuvor in der Saison. „Meine junge Mannschaft hat gezeigt, woran es in diesem Jahr hapert. Mangelnde Passqualität im Aufbau, zu wenig Durchschlagskraft vorne und zu viel Naivität hinten“, analysierte Coach Manuel Freynik.

Bonn zeigte sich in der Vorwärtsbewegung gnadenlos effektiv. „Das kennt man von uns ja gar nicht“, schmunzelte BHTV-Routinier Dani Prange nach dem Spiel. Auf der anderen Seite vergab der HCV klarste Torchancen: Sandra Doll verkürzte noch mal und weckte Hoffungen auf einen Punktgewinn. Doch Leonie Völker und die starke Sarah Nieland erhöhten sogar noch. Denise Schneider zog mit einer starken Schlussstrafecke dann den Strich drunter.

„Das Chancenverhältnis war ausgeglichen, wir hatten sogar mehr Ecken, doch der BTHV hat uns heute eine Lehrstunde in Sachen Effektivität erteilt. Vier der sechs Gegentore haben wir selber vorbereitet, das ärgert mich.“, zog HCV-Trainer Freynik ein ernüchterndes Fazit.

Obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, sind sie in der kommenden Woche noch für den Ausgang des Aufstiegskampfes mitverantwortlich. „Es ist gut noch eine Aufgabe zu haben“, hofft der HCV-Coach noch auf einen Lernprozess in der letzten Hallenwoche.